Sabine im Trailfieber

Variantenskikurs 21.2. – 23.2.2014

Vom 21. bis 23. Februar fanden sich 9 mutige Bergfreunde zusammen, die sich auf das Wagnis „Variantenskikurs“ einlassen wollten. Ziel waren die Stubaier Alpen und nachdem die Fahrgemeinschaften fest standen, konnte das Abenteuer beginnen.

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Nachdem ich Elmar und Tom abgeholt hatte, ging die Fahrt schnurstracks nach München. Spontan machten wir hier einen Abstecher zum Salomon Outlet und Tom erstand einen äußerst stylischen Skihelm quasi als Schnäppchen.
Ob aus Höflichkeit oder sonst irgendwelchen Gründen boten sich die Männer ab hier an, die Fahrzeugführung zu übernehmen.
Der nächste Halt war dann beim Bergzeit – Shop nahe Holzkirchen, wo aber leider wieder nur die beiden Männer Shoppingfreuden erleben durften.
Die Fahrt ging weiter und von Kilometer zu Kilometer wurde Elmar immer nervöser, ob wir denn auch wirklich zu abgemachter Zeit um 20 Uhr im Volderauer Hof erscheinen würden. Manches Mal musste er dann doch unseren wackeren Fahrzeuglenker daran erinnern, dass man auf Deutschlands Autobahnen durchaus hin und wieder ungeheuere 120 km/h fahren dürfte.
Wider Erwarten schafften wir aber die Ankunft pünktlich um 20 Uhr und siehe da – wir waren die Ersten.
Bald nach uns trudelten die beiden Bartmanns und auch die Mädels aus´m Woid ein.
Zuletzt kamen noch die Zeitlers. Schon beim Essen zeigte sich, dass der Theo ein „ganz süßer“ (im kulinarischen Sinne natürlich) war und tatsächlich lieber Apfelstrudel statt einer deftigen Brotzeit zu seinem Weizen genoss.
Der Abend sollte dann heute nicht lange werden, stand uns doch ein aufregender Tag bevor und die meisten von uns wussten nicht wirklich, was uns tags darauf erwarten würde. Nach einem kurzen Studium der Wetter- und Lawinenlage marschierten wir in die Pension Lugger, verteilten ratzfatz die Zimmer und schon bald schlummerten alle friedlich.
Schon um 7 Uhr saßen wir alle wieder mehr oder weniger ausgeschlafen beisammen und genossen das leckere Frühstück, welches uns der nette Pensionswirt servierte.
Mit dem Shuttlebus ging es hinauf zur Stubaier Talstation und da wir früh genug dran waren, erwartete uns auch keine größere Schlange an der Gondel.
Nun sollte es richtig losgehen. Elmar gab uns die nötigen Infos, die wir für die erste Abfahrt brauchten und schon tauchten wir ein in den herrlichen Tiefschnee. Hier hatte ich noch vergessen zu erwähnen, dass wir schneemäßig perfekte Bedingungen hatten. Die Sonne zeigte sich heute zwar nicht, aber um mit den Worten der Profis zu sprechen – powder über powder.

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So übten wir wacker 4 Stunden lang und kämpften mit dem Tiefschnee. Zu diesem Zeitpunkt glaubte ich noch nicht, dass ich diesem jemals die Schneid abkaufen könnte. Völlig kraftlos und erschöpft genossen wir das Mittagessen beim Eisgrat und so manch einer aus unserer Truppe (ich schließe mich hier definitiv nicht aus) versuchte, die Pause etwas in die Länge zu ziehen.
Elmar ließ sich aber nicht erweichen und so ging es nach nicht einmal einer Stunde wieder weiter. Meine Hoffnung, dass sich jetzt die Oberschenkel etwas besser anfühlen würden, wurde leider nicht erfüllt.
Wir fuhren bis uns keine Lifte mehr transportieren wollten, doch die allerletzte Abfahrt wollten dann die meisten von uns doch lieber von der Gondel aus und vor allem mit unserem Frauenbeauftragen Theo genießen und die „Wilde Grube“ den Profis überlassen.
Unten angekommen, hatten wir nur kurz Zeit, um uns umzuziehen und schon machten wir uns auf zum nahegelegenen Saunazentrum. Das war genau das Richtige, damit sich unsere Muskeln wieder regenerieren konnten.
Gegen 20 Uhr waren alle wieder einigermaßen hergestellt und wir stärkten uns wie schon tags zuvor im Volderauer Hof.
Da der Theo nicht umsonst ein Fasserl Bier mit sich rumtragen wollte, setzten wir uns in unserem Frühstücksraum noch zusammen und freuten uns auf das mitgebrachte heimische Bier. Jeder zückte sein Glas, um gleich darauf anstoßen zu können. Doch was war das? Tröpfchenweise nur ergoss sich der gute Gerstensaft. Was lief hier falsch? Nach einer gefühlten Stunde war klar, dass man oben zuerst mal drehen sollte, bevor unten was raus kommt.
Nachdem aber auch dieses Problem gelöst war, prosteten wir uns zu und es wurde noch ein sehr geselliger Abend.
Nach und nach verschwanden wir aber dann doch in unseren Betten, denn im Gegensatz zum Vortag wussten wir ja nun, was uns am nächsten Tag erwarten würde.
Am Sonntag saßen wir noch eine Viertelstunde eher beim Frühstück, da wir an der Gondel die Ersten sein wollten.
Oben angelangt ging es wieder nach kurzen erklärenden Worten Elmar´s ran an den Speck.
Und wie durch ein Wunder tat heute nichts weh und das Wort „Vorlage“ scheint nun auch in meinem Wortschatz zu existieren. Da uns eine ganz wunderbare Abfahrt anlachte, schnallten wir einmal sogar die Skier auf den Rucksack, um die restlichen Meter zu Fuß die Spitze zu erklimmen.

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An diesem Tag wurden wir auch mit herrlichem Sonnenschein belohnt und ehe wir uns versahen, war es schon Zeit, Mittag zu machen. Dieses Mal kehrten wir in der Dresdner Hütte ein. Heute wollte keiner die Mittagspause verlängern, die Sonne lachte uns an, perfekter Schnee und wir alle waren noch fit. So ging es am Nachmittag noch einmal ans Eingemachte, wir übten die Umgangsweise mit den LVS Geräten und auch den Test „Verschüttetensuche“ bestanden alle mit Bravour. Anders als am Vortag wurde heute die Talabfahrt nicht mit der Gondel absolviert, sondern wir wollten das Skifahren bis zur letzten Sekunde genießen.

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Pünktlich um 16 Uhr waren dann alle an der Talstation angelangt und nachdem Theo seinen Dachkoffer mit Elmar´s restlichem heißen Tee doch noch öffnen konnte, traten wir alle erschöpft, aber voller beeindruckender Erlebnisse die Heimreise an.

Da wir keinen Zeitdruck hatten, durfte auch Tom wieder das Steuer übernehmen.
Nahe Weyarn kehrten wir noch beim Lindlwirt ein und beendeten damit ein perfektes Skiwochenende.

Vielen Dank an Elmar, der uns allen das Variantenskifahren nahe bringen konnte.
Vielen Dank auch an alle anderen, die ebenso dazu beitrugen, dass es ein so schönes und auch lustiges Wochenende werden konnte.

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