Sabine im Trailfieber

Ultramarathon Rodgau

Am Samstag, den 31. Januar sollte meine erster Ultramarathon in meiner Läuferkarriere stattfinden. 50 Kilometer waren zu absolvieren auf einem Rundkurs von 5 Kilometern. Sprich – ich musste 10 mal die selbe Runde laufen. Puh! Vorsichtshalber habe ich mir “Shades of grey” auf meinen Ipod gezogen, damit mir die Zeit nicht zuuuuu lange werden würde.

Die Wochen zuvor hatte ich zwar immer wieder mal einen Silberhüttenlauf unternommen, aber so wirklich trainiert hatte ich auf diesen Wettkampf nicht. War es ja auch Winter und das Wetter nicht immer motivierend genug, sich an lange Läufe zu machen. Ein bisschen Skitouren kamen dazu und ein kleinst wenig Spinning im Studio. So plante ich eine Zeit von 6:30 pro Kilometer und kündigte schon vor dem Lauf an, dass ich mit jeder Zeit die schneller als 5h30min ist höchstzufrieden bin.

So ging ich nun mehr oder weniger ehrgeizig an den Start, stellte fest, dass Ultraläufer nicht wirklich meinen Vorstellungen eines gestylten Körpers entsprechen und schon fiel auch der Startschuss. Mein Ipod funktionierte auch und so machte ich mich an Runde 1. Vom Start weg ging es ziemlich zäh, da viele Läufer sich über die Startlinie zwängten. Schon bald wurde dies aber besser und das Feld zog sich auseinander. Wider Erwarten konnte ich die ersten Kilometer unter 6 Minuten laufen, ohne dass der Puls zu hoch wurde. Ich blieb bei einem 140 er Puls und alles ging gut.

Rodgau - Ultra

Ab Kilometer 25 spürte ich dann aber doch das eine oder andere Zipperlein. Meine Hüftschmerzen auf der linken Seite, die ich seit dem Spindellauf nicht mehr richtig wegbekam, wurden immer schlimmer. Ab Runde 6 (km 30!) fing ich an, die Runden zu zählen. Ich hielt nun auch immer an der Verpflegungsstelle kurz an, um in Ruhe meine Cola zu genießen 😉 Zum Glück lenkte mich mein Hörbuch immer wieder ab und ich musste nicht permanent ans Durchhalten denken. Aber Aufhören wäre eh nicht in Frage gekommen 😉

Ab Runde 8 rechnete ich mit einer erneuten Überrundung durch Tom, die blieb allerdings aufgrund des “Mannes mit dem Hammer aus”, wie ich später erfuhr. Meine Kilometerzeiten unter 6 Minuten waren natürlich längst nicht mehr zu halten. Letztendlich konnte ich meinen erlösenden “Juhu – Schrei” nach 5 Stunden und 7 Minuten loslassen 😉

Schnell schlürfte ich 2 Tassen heißen Tee hinunter, holte meine Tasche mit der warmen Jacke und schon ging es zurück zum Auto.

FAZIT:

So schlimm ist ein “Ultra” gar nicht 😉 Aber 10 mal die selbe Runde laufen mag vielleicht mental abhärten, ab das hab ich bei meinen “Stauseerunden” auch

MEINE ZEITEN:

http://connect.garmin.com/modern/activity/686949525

ULtra Runden Urkunde

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.