Sabine im Trailfieber

Triathlon TheChampionship Samorin

Am 1. Juni Wochenende hatte ich mich aufgemacht, nach Samorin/ Slowakei zu fahren, um als Staffelteilnehmerin bei der Triathlon Weltmeisterschaft auf der Mitteldistanz teilzunehmen. Meine Partner im Wettbewerb waren der bewährte Schwimmer Matthias Hammer und Franzi Opitz als Radfahrerin. Leider durften wir nur im „Open Race“ starten, da wir die Berechtigung zum Start bei der Championship nicht erworben hatten. Zwar hätte ich den Start im letzten Jahr in Prag erhalten, allerdings damals in anderer Staffelbesetzung und man darf höchstens eine Person innerhalb der Staffel auswechseln. Aber die Tatsache, dass wir im Open Race starten mussten, machte uns eh nichts aus, denn wir wollten nur die Atmosphäre genießen. Ich kannte das Eventgelände noch vom letzten Jahr als ich als Supporter für Toms Einzelstart schon hier war. Bereits damals war mir klar, dass eine Veranstaltung auf dem X-Bionic Sphere es wert war, hier einmal selber an den Start zu gehen.

Lange Rede – kurzer Sinn: Circa 30° Grad zeigte das Thermometer am Veranstaltungstag. Für Matthias fiel der Startschuss um 11 Uhr und er hatte aufgrund des starken Windes mit extremer Strömung zu kämpfen. Nach 39 Minuten konnte er aber dennoch an Franzi übergeben, die sich höchstmotiviert auf die Radstrecke begab. Von Nicole Bretting wurde ihr dankenswerterweise ein Aerobike zur Verfügung gestellt. Mittlerweile kletterten die Temperaturen immer mehr nach oben und ich musste mir immer öfter Schatten suchen, damit ich einigermaßen fit für den abschließenden Halbmarathon blieb. Auch die Radfahrer hatten mit dem starken Wind zu kämpfen. Gemeinerweise aber erst auf der zweiten Hälfte. Völlig am Ende, aber nach gigantisch schnellen 2:27 tauchte bereits Franzi wieder auf und schickte mich auf die Laufstrecke. Ich lief los und sah auf der Strecke Tom (als Einzelstarter unterwegs!), der bereits 7 Kilometer hinter sich hatte. Man musste 3 Runden à 7 Kilometer absolvieren, die kreuz und quer durch das X-Bionic Sphere führten. Für die Zuschauer war das eine super Sache, da man die Athleten mehrmals zu Gesicht bekam. Für den Läufer (zumindest an diesem Tag für mich) eine Tortur. Wechselnder Untergrund (Sand, Gras, Pflaster, Asphalt) und nachmittags um 14 Uhr glühende Hitze setzten mir stark zu. Nun gut, ich sah jedenfalls Tom und dachte, dass ich da evtl. mithalten könnte. Aber so schnell ich das gedacht hatte, musste ich erkennen, dass das ein Wunschdenken blieb. Meine Beine fühlten sich heute wie mit Blei gefüllt an. Ich musste ab der Hälfte an jedem Verpflegungspunkt anhalten, mir Wasser über den Kopf kippen und Cola trinken. Letztendlich passierte ich nach 1:51:16 die Ziellinie, begleitet auf den letzten Metern von Franzi und Matthias.

Nach einigen Minuten im Ziel kam auch die gute Laune wieder zurück. Da es im Zielbereich kaum mehr brauchbares Essen gab, machten wir uns alsbald auf den Weg ins Hotel. Matthias und Franzi machten sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf die Heimreise, Tom und ich blieben noch eine Nacht länger. Nach dem Essen im Hotel wollten wir den Abend abrunden mit einem nochmaligen Besuch des X -Bionic Sphere und der dortigen After Race Party. Just in diesem Moment als wir dort eintrafen, begann die offizielle Siegerehrung. Und ehe ich mich versah, wurden auch schon die Staffeln geehrt.

Wie vom Blitz getroffen muss ich ausgesehen haben, als plötzlich unsere Staffel als Nummer 1 aufgerufen wurde. Da ich nicht gleich reagierte, folgte auch sogleich der 2. Aufruf und es bestand kein Zweifel mehr. Ich musste nach vorne zur Bühne marschieren und Pokal und Blumenstrauß in Empfang nehmen. Nun war aber die Enttäuschung über meinen verpatzten Lauf endgültig weggeblasen. Als Siegespreis erhielten wir nun auch den Zuschlag für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr!

Keep on running 😉

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