Sabine im Trailfieber

Triathlon Convention Europe in Langen

Da ich mich seit einigen Wochen im Triathlonfieber befinde, war es sozusagen ein Muss, zur Triathlon Convention Europe nach Langen zu fahren. Bei den 80 Ausstellern wollte ich mich erkundigen, welche „must haves“ es gibt, die man als Triathlonneuling unbedingt braucht. Das Areal der Messe war unerwartet groß, aber trotzdem übersichtlich. Die Ausstellungsfläche war in eine etwas größere und zwei kleinere Flächen unterteilt. Man konnte zu jeder Zeit entspannt durch die Hallen schlendern, auch dann, wenn sich viele Leute auf der Messe befanden. Im selben Gebäude befand sich auch das Schwimmbad, was sich für die Schwimmworkshops und auch für den Indoortriathlon als sehr günstig erwies.

Eine Neoprenbadekappe fand ich schnell am Stand von Sailfish, denn mein erster richtiger Einsatz wird in diesem Jahr in Norwegen stattfinden. Dort im kalten Nordseewasser empfiehlt es sich, auch den Kopf vor den kalten Temperaturen zu schützen. Bei Garmin und Wahoo wollte ich mich über Ant+ Dongles informieren, die von beide Firmen angeboten werden. Ich benötige dieses Datenübertragungsteil, da ich Zwift in Kombination mit dem Ipad auf dem Laufband nutzen möchte. Leider konnte man mir an keinem der Stände weiterhelfen.  Bei Garmin wusste man nicht einmal davon,  so ein Teil im Sortiment haben.

Nachdem ich meine zwei Pflichtbesuche hinter mich gebracht hatte, konnte ich auch dem Stand meines Lieblingshersteller Skinfit einen Besuch abstatten. Allerdings ließ hier die Standgröße ein wenig zu wünschen übrig, so dass die verschiedenen Artikel ziemlich komprimiert angeboten wurden. Bei den Laufschuhanbietern interessierte ich mich für Hoka und On Cloud. Doch auch hier hat sich mittlerweile der Trend durchgesetzt, dass man die Damenmodelle in lila oder pink produziert. Dabei kenne ich kaum eine Frau, die mit dieser Farbauswahl wirklich glücklich ist.

Indoor Triathlon
Im Rahmen der Convention wurde auch ein Indoor Triathlon angeboten. Dabei mussten 300 Meter geschwommen, 10 km Rad gefahren und 3 Kilometer gelaufen werden. Da das Ganze in der Messehalle stattfand, musste man die 10 Kilometer auf der Rolle abstrampeln und im Anschluss 3 Kilometer auf dem Laufband laufen. Das ist doch eine super Gelegenheit, mal Wettkampfluft beim Triathlon zu schnuppern, so dachte ich mir und hatte mich auch schon im Vorfeld angemeldet. Um 11:30 Uhr musste ich mich im Schwimmbad einfinden, wo uns die Wettkampfbestimmungen noch einmal nahe gebracht wurden. Hier bemerkte ich auch, dass ich in einem 50 Meter Becken würde schwimmen müssen. Da ich erst vor einem halben Jahr mit dem Kraulen begonnen hatte, war ich bisher nur in 25 Meter Becken unterwegs gewesen. Joachim, ein Trainingskollege, der auch bei der TCE anwesend war, erklärte sich kurzerhand bereit, Fotos zu schießen. Es war mir von Anfang an klar, dass das mit der Kraulerei wohl nichts werden würde, aber ich wollte dennoch den ein oder anderen Schwimmzug kraulend probieren. Und das tat ich dann auch, zumindest dann, wenn ich merkte, dass Joachim den Fotoapparat in meine Richtung hielt. Nach 7 Minuten und 52 Sekunden waren die 300 Meter geschafft. Ich war mehr als zufrieden, denn ich hatte mir eine Zeit um die 9 Minuten ausgerechnet.

Nun hieß es gemütlich abtrocknen, umziehen und dann musste ich zusammen mit meiner Gruppe (bestehend aus 7 Leuten) in die Messehalle marschieren, wo die Wahoo Rollentrainer zusammen mit den Cube Bikes aufgebaut waren. Auf jedem Rad waren auf dem Radcomputer 10 Kilometer voreingestellt und sobald man den Startknopf betätigte, zählte der Tachometer runter. Was ich mir vorher nicht so richtig vorstellen konnte, war die Tatsache, dass eine tatsächliche Strecke einprogrammiert mit 10 prozentigen Steigungen war. Auch durften wir nur mit den normalen Turnschuhen fahren und die 10 Kilometer wurden zur absoluten Herausforderung. Am Ende blieb die Uhr bei 23 Minuten und 16 Sekunden stehen, was einen Schnitt von 25,7 ausmachte. Völlig erschöpft wechselte ich nun auf das Laufband, allerdings nicht ein Laufband, wie ich es aus dem Fitnessstudio kannte, sondern ein Woodway Laufband, das man mechanisch in Bewegung bringen musste. Es dauerte eine ganze Zeit bis man die Lauferei motorisch einigermaßen drauf hatte. Letztendlich brauchte ich hier für die 3 Kilometer 20 Minuten und 30 Sekunden, wobei ich nicht einmal so schlecht im Vergleich zu den anderen abschnitt, die unmittelbar vor und nach mir an der Reihe waren. Aber auch wenn das Laufen auf so einem Band gewöhnungsbedürftig ist, es hat mega Spaß gemacht.

Leider weiß ich nicht, welche Platzierung ich am Ende erreicht habe, denn es wurden nur die 3 ersten Frauen und Männer geehrt. Eine Ergebnisliste gibt es leider noch immer nicht. Alles in allem hat der Triathlon trotzdem mächtig Spaß gemacht und vor allem die Lauferei auf dem Woodway Laufband war eine ganz neue Herausforderung.

10 Kilometer Lauf
Am Sonntag wurde noch ein 10 Kilometer Lauf angeboten. Und natürlich hatte ich mich dazu angemeldet. Also stand ich am Sonntag um 11 Uhr mit ca. 200 weiteren Startern an der der Startlinie. Aufgrund des Triathlons vom Tag vorher, der normalen Trainingswoche und einer triefenden Nase waren die Bedingungen nicht für eine besonders gute Zeit gegeben. Ich erwartete eine Zeit um die 50 Minuten. Als Bekleidung hatte ich eine kurze Hose gewählt und da das Thermometer nur 2 Grad anzeigte, war mir doch etwas kalt. Aber jammern hilft ja nichts, ich reihte mich ziemlich hinten ins Feld ein, denn lieber überhole ich, als dass ich dauernd überholt werde. Der Startschuss fiel und nach dem ersten Kilometer zeigte die Uhr 4:39. So ging es einige Kilometer bis es dann doch zweimal eine Zeit kurz über 5 Minuten anzeigte. Obwohl die Strecke kaum Höhenmeter aufwies, war es doch nicht soooo einfach zu laufen, wie man dachte, wenn man sich die Ausschreibung zu diesem Lauf ansah. Wir mussten eine Pendelstrecke zweimal durchlaufen und somit viermal eine kurze Unterführung passieren. Dass ich mich für die kurze Hose entschieden hatte erwies sich als richtig, denn trotz der kühlen Grad musste ich nicht frieren. Nach 49:16 überquerte ich die Ziellinie und war heilfroh, dass das gestecke Ziel von 50 Minuten unterboten war.

Im Ziel zog ich mir schnell was über und machte mich auf den Weg, Joachim auf seinem letzten Kilometer zu begleiten. Als ich den „Besenradfahrer“ sah, fragte ich kurzerhand, ob ich das jetzt übernehmen durfte und schwupps saß ich auf dem Cube Ebike und begleitete Joachim ins Ziel. Nach 1 Stunde und 15 Minuten war auch er glücklich angekommen und unter viel Beifall empfing ihn der Sprecher als „Sieger der Herzen“!

Fazit:
Gut gefallen hat mir der Convention Gedanke mit den parallel zu Ausstellung und Workshops stattfindenden Wettkämpfen. Dennoch werde ich das nächste Mal die Anreise von 400 Kilometern überdenken, zumal auch parallel zum Triathlon in Roth dort noch mehr Anbieter auf der Messe anwesend sind.

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