Sabine im Trailfieber

Trainingstage in den Bergen mit Helga

Helga und ich haben uns heuer vorgenommen, beim Stelvio Marathon am 16. Juni teilzunehmen. Die Marathon Strecke über 42 Kilometer und 2500 Höhenmeter sollte es sein. Der Termin kam immer näher und wir wurden langsam ein bisschen nervös. Natürlich hatten wir beide den Winter über das Laufen nicht vernachlässigt. Doch aufgrund meines eigenen Silberhüttentrails war ich doch auch mehr mit Organisieren beschäftigt als mit konsequentem Höhentraininig. Mit dem 30 Kilometer Lauf in Bizau startete ich somit meine Serie der langen Läufe. Während der Woche fuhren wir zweimal zum nahegelegenen Ochsenkopf, um mehrmals die 300 Höhenmeter hochzulaufen. Der Vorteil lag hier darin, dass es eine Sesselbahn gab, mit der man wieder runter fahren konnte. Somit sparten wir uns die Körner fürs Bergauf. Nun lagen die Pfingstferien vor der Tür und wir überlegten uns, ob wir nicht für 3 Tage in die Berge fahren wollten, um doch einmal längere Einheiten trainieren zu können. Das Ziel war auch gleich ausgemacht, die Berge rund um Garmisch sollten es sein und eine Seilbahn musste es geben, damit wir wieder runter fahren konnten.

Am ersten Tag entschieden wir uns für den Wank. Er erschien uns mit seinen 1000 zu absolvierenden Höhenmetern genau das Richtige für den Anfang. Das Wetter war schwül und gewittrig, somit waren wir bereits nach kurzer Zeit völlig durchgeschwitzt. Und natürlich hatten wir Wechselklamotten vergessen. Somit konnten wir die schöne Aussicht oben am Gipfel nur kurz genießen, schlürften schnell einen Cappuccino und fuhren dann zügig wieder runter, um an trockene Klamotten zu kommen.

Diesen Tag wollten wir beim Standup Paddeln am Starnberger See ausklingen lassen, hatten uns aber dafür nicht angemeldet und ergatterten folglich keinen Platz mehr. Dehnen am See war nun für uns angesagt, bevor wir uns auf den Weg in unser Quartier in München machten. Am zweiten Tag wollten wir uns an die Alpspitze wagen. Vor Ort stellten wir fest, dass die Seilbahn geschlossen hatte. Somit planten wir um und nahmen das Kreuzeck in Angriff. Oben angekommen ging es dann trotzdem noch ein Stück weiter Richtung Alpspitze und somit brachten wir es heute auf 1150 Höhenmeter. Hinterher belohnten wir uns mit einer Shoppingtour in einem bekannten Sportgeschäft in Garmisch. Abschließend genossen wir noch eine Stunde Aquajogging im Alpspitz Wellenbad. Ein perfekter Tag näherte sich schon wieder dem Ende. Wir fuhren zurück nach München, mampften Pizza und gingen früh zu Bett.

Für den dritten und letzten Tag hatten wir uns den Karwendel vorgenommen. In Mittenwald angekommen, ging es auch gleich los Richtung Mittenwalder Hütte. Unterwegs trafen wir Gebirgsjäger, die das gleiche Gipfelziel hatten, allerdings mit teilweise 50 kg Gepäck. 6 Höhenmeter pro Minute wollten sie schaffen, so berichteten sie uns. An der Mittenwalder Hütte angelangt, sagte uns der Wirt, dass Richtung Karwendel doch noch einige Schneefelder vorhanden wären. Wieder musste also eine Planänderung her, aber darin waren wir ja mittlerweile geübt. So liefen wir heute aufgrund fehlender Bahn auch wieder runter und entschieden uns kurzerhand, einfach noch einmal auf den Wank zu laufen. Am Ende waren es heute dann über 1500 Höhenmeter.

Die drei Tage waren viel zu schnell vergangen, doch da kommen wir wieder her, so sagten wir beide einstimmig.

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