Sabine im Trailfieber

Trainingslager Italien April 2017

Für die Osterferien war ein Trainingslager in Italien geplant. Das hatte den Vorteil, dass man mit dem Auto fahren konnte, das eigene Fahrrad dabei hatte und auch ansonsten nicht mit Gepäck sparen musste. In der ersten Woche schlossen wir uns dem Weidener Radverein VCC Corona an. Hier wurde als Unterkunft das Bike-Hotel Fedora in Riccione gewählt. Was mich hier erwartete übertraf meine Erwartungen, vor allem im Vergleich zu dem Hotel auf Mallorca im letzten Jahr. Täglich bot das Hotel drei verschiedene Touren unterschiedlichen Levels an. Neben dem Frühstücksbüffet gab es ab 14 Uhr auch ein kleines Büffet, bei dem es aber an nichts fehlte (Salat, Pasta, Fisch, Fleisch, Obst, …) Kulinarisch gesehen war aber jeweils das Abendbüffet das Highlight. Zudem gab es immer mehr als genug Tischwein 😉

Was für mich einen großen Vorteil darstellte, war die Tatsache mit den Radguides. Ich musste mich nicht an die schnellen Männer ranhängen und schon am ersten Tag mit den Kräften am Ende sein 😉 So nutzte ich das Angebot auch einige Male und kam gut damit zurecht.

Trainingslager Riccion Trainingslager Riccion Trainingslager Riccione Trainingslager Riccione

Kulturell hat die Emilia Romagna natürlich einiges zu bieten und so gab es täglich Highlights, die mit dem Rad anvisiert wurden. Auch das naheliegende San Marino haben wir einmal besichtigt. Wer genau wissen will, welche Touren gefahren wurden, kann mir auch auf Strava folgen.

Dennoch muss ich Riccione rein aus meiner radfahrerischen Sicht einen Minuspunkt erteilen. Die Straßen sind sehr schlecht und man muss sich schon sehr konzentrieren, um nicht in Spurrillen zu geraten. Außerdem muss man jeweils 6 km durch die Stadt fahren, um mit der Tour richtig beginnen zu können. Die Straßen sind auch da schlecht und der dichte Verkehr tut sein Übriges.

Trainingslager Riccione

Laufen konnte ich vom Hotel aus direkt an der Strandpromenade entlang. Das geht für langsame Dauerläufe oder Nüchternläufe sehr gut. Einen längeren Lauf oder gar Intervalle würde ich hier nicht machen wollen. Für mich waren nach der Verletzung am Schneidermuskel aber eh nur ein Nüchternlauf, ein Koppellauf und ein leichter Dauerlauf von jeweils 10 Kilometern drin.

Schwimmen war sehr gut möglich im städtischen Schwimmbad. Hier gab es 20 Becken mit 25 Meter und die Italiener sind es gewohnt, dass man sich zu Beginn beim Bademeister meldet und dann eine Bahn zugewiesen bekommt. Das habe ich doch sehr genossen, denn in meinem heimischen Schwimmbad gibt es schon immer mal wieder ein ordentliches Gerangel. Insgesamt war ich hier dreimal und habe jeweils 2000 Meter runtergeschrubbt.

Nach dieser Woche in Riccione ging es für uns weiter nach Montalto in den Marken. Hier hatte Tom ein Häuschen gemietet, das er schon kannte und welches dem Nabburger Feinkostbäcker Charly Urban gehört. Zu Zehnt wohnten und trainierten wir hier die zweite Ferienwoche. Anfangs war das Wetter noch einigermaßen stabil, so dass wir gut ackern konnten. Später wurde es zunehmend schlechter, so dass zwei Tage lang nicht an Radfahren zu denken war. Da wir aber Selbstversorger waren, konnten wir uns unsere gute Laune mit dem Kochen von leckerem Essen erhalten.

Trainingslager Montalto delle Marche Trainingslager Montalto delle Marche

Als Spitzenköche stellten sich Helga und Elmar heraus, die mit viel kulinarischem Gespür und Kreativität bestes Essen auf den Tisch zauberten. Montalto selbst liegt in den Bergen, das heißt, hier kann man richtig Höhenmeter machen, sowohl beim Laufen als auch beim Radfahren.

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Das nächste Schwimmbad ist in Grottamare, hier muss man dann aber schon eine Stunde Autofahrt in Kauf nehmen. Wir haben das an einem Schlechtwettertag gemacht und auch hier wurde wieder wie schon in Riccione ganz ordentlich von dem italienischen Bademeister eine Bahn zugewiesen. Das empfinde ich als sehr viel entspannter als bei uns zuhause.

Trainingslager Montalto delle Marche

FAZIT:

Zwei sehr unterschiedliche Wochen Trainingslager. In Riccione brauchte man sich keinen großen Kopf machen, um 9:30 Uhr starteten die Touren und den restlichen Trainingsplan konnte man sich drum rum basteln. Für Essen war gesorgt. Letztendlich viel Training aber auch Entspannung.
In Montalto mussten wir uns selbst versorgen, was wieder eine ganz andere Qualität hatte, an die ich mich aber erst gewöhnen musste. Bei der Verteilung der sportlichen Einheiten brauchte man sich an keine Guides halten und konnte selbstständig planen. Ich muss aber zugeben, dass ich im Traningslager auch nichts gegen klare Vorgaben habe. Selbstständiges Trainieren passiert ja im Alltag eh andauernd. Alles in allem spielte ab Dienstag einfach das Wetter nicht mehr mit. Bei gutem Wetter hätte man hier ideale Trainingsbedingungen für Laufen und Radfahren, sofern einem das Laufen auf Teer nichts ausmacht. Ich denke, dass man sogar hier in den Pfingstferien ein Trainingslager einbauen kann, denn fürs Radfahren schaden wärmere Temperaturen eh nicht.

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