Sabine im Trailfieber

Tassilo Klettersteig

Vom 10. – 12. Juni 2014 hatte ich die Gelegenheit mit Till und 3 weiteren Leuten aus Straubing nach Oberösterreich zu fahren.

Am Dienstag Mittag sollte es losgehen und ich holte Silvia aus Kirchroth ab und danach den Till aus Schwarzach. Ausgemacht war, dass ab hier der Till weiterfahren würde, aber schon nach wenigen Metern stellte sich heraus, dass seine Klimaanlage nicht funktionierte. Da die Temperaturen nahe der 30 Gradmarke lagen, entschieden wir uns, doch lieber meinen Tiguan zu nehmen.

So tuckerten wir nach Grünau im Almtal, genauer gesagt bis zum Almtaler Haus.

Von hier aus mussten wir bis zur Welser Hütte aufsteigen, d.h. eine Wanderung von 3 Stunden mit 1000 Höhenmetern stand uns bevor.

Aufgrund der hohen Temperaturen kamen wir da auch ganz schön ins Schwitzen, aber da morgen ein wunderbarer Klettersteig auf uns warten sollte, nahmen wir das ohne Murren in Kauf 😉

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Oben an der Hütte an der Welser Hütte angekommen warteten dann schon der Mane und der Tom. Rasch bezogen wir das Zimmer (riesige Betten!) und stärkten und noch mit einer Brotzeit. Bald verkrochen wir uns alle in unseren Betten, denn morgen sollte es aufgrund der hohen Temperaturen schon um 6 Uhr losgehen.

Ein wenig aufgeregt saß ich dann am Morgen darauf am Frühstückstisch, denn es war mein erster alpiner Klettersteig. Wir packten noch unsere Lunchpakete ein und schon ging es los. Nach 20 Minuten war der Zustieg erreicht.

Gut 2 Stunden waren wir dann im Klettersteig unterwegs und ich kann abschließend nur sagen, dass es mir einen Riesenspaß gemacht hat. Ich denke, dass dieses genau das Richtige für mich ist, um schön langsam an das alpine Klettern heran zu tasten.

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Mit dem Schermberg war dann auch der Gipfel erreicht ((2396 Meter).

Weiter ging nun die Wanderung Richtung Prielschutzhaus.

Was wir vorher befürchteten und sich nun auch bewahrheitete: Hier oben waren noch sehr viele Schneefelder und nicht alle aus unserer Gruppe hatten Gamaschen dabei 😉

So machte es zwar riesigen Spaß mit den Wanderschuhen „Skizufahren“, aber dafür waren die Füße eiskalt und die Socken pitschnass.

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Nach der Überquerung der Schnellfelder dachten wir, dass wir nun das Anstrengendste hinter uns hätten.

Doch plötzlich urplötzlich tauchte eine riesige Schneemauer vor uns auf. Wir wussten im ersten Moment nicht, wie wir hier weiterkommen sollten. Tom probierte dann als Erster ob es Möglichkeiten gäbe, wie wir weiterkämen.

De facto wurde der nun folgende Abschnitt eine schwierigere Kraxelei als der Klettersteig selber. Silvia und ich zogen uns hier auch vorsichtshalber unseren Klettergurt an.

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Nach der Kraxelei ging es dann nur noch über Schneefelder hinab. Gottseidank waren aufgrund der Bergläufe meine Oberschenkel einigermaßen trainiert, so dass ich es „skifahrerisch“ richtig laufen lassen konnte.

Nach 9 Stunden erreichten wir schon etwas erschöpft das Prielschutzhaus.

Nach einem leckerer Latte Macchiato machte ich mich mit dem Till noch einmal auf zu einer GC Dose. Da meine Hanwag völlig durchnässt waren, musste dies in rosafarbenen Crogs geschehen. Aber dass Wanderschuhe teilweise überbewertet werden, habe ich schon einmal bei einer anderen Wanderung feststellen können.

Abends gab es dann leckeren Kaiserschmarren und ein Schnapserl vom „Hütten – Harry“!

Als wir anschließend den aktuellen Wetterbericht studieren, war der geplante Bert – Rinesch – Klettersteig für den morgigen Tag gestrichen. Unwetter war vorher gesagt.

Die Männer beschlossen, dass sie in der Früh um 5 Richtung Welser losmarschieren wollten, da drüben ja noch unsere alpine Kletterausrüstung deponiert war.

Silvia und ich beschlossen, lieber von hier aus ins Tal zu wandern von wo aus uns die Männer dann holen mussten.

Gesagt – getan!

Silvia und ich marschierten los und nach 2 Drittel der Strecke kam das Gewitter. Da war zu diesem Zeitpunkt einen Pfad erreicht, der alles andere als ein schöner Wanderweg war, wussten wir nicht, ob wir richtig unterwegs waren.

Es blitzte und donnerte was das Zeug hielt und wir hatten jetzt richtig Angst.

Kurzentschlossen traten wir den Rückweg zurück zur Prielschutzhütte an. Oben angekommen saßen hier alpine Bergpolizisten, die sich hier zum Lehrgang. Wie es der Zufall so wollte, kannte ich einige davon von einer Skitour im Februar dieses Jahres.

Die Polizisten überlegten dann nicht lange und nachdem das Gewitter nachgelassen hatte, führten sie uns über einen geheimen Jägerpfad hinter ins Tal. Dort fuhren sie uns sogar im Polizeiauto bis Hinterstoder.

 

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Nun sehnten wir uns nur noch nach einem leckeren Kaffee.

Wenig später holte uns der Till ab und waren alle wieder glücklich vereint 😉

Als Abschluss des heutigen Tages ging es noch an einen Kletterfelsen nahe Straubing.

 

Fazit:

Der Tassilo – Klettersteig hat großen Spaß gemacht und ist mich ideal als Heranführung an das alpine Klettern.

Die Erfahrung des zweiten Tages hätte ich wohl nicht unbedingt gebraucht, aber jetzt kann sie mir auch keiner mehr nehmen und wertvoll ist sie allemal.

 

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