Sabine im Trailfieber

Skitourenwochenende im Rauristal

Am 31. März 2017 startete unsere letzte Skitour in diesem Tourenwinter Richtung Rauristal. Untergebracht war unsere gesamte Trödeltruppe im Naturfreundehaus Kollm Saigurn. Pünktlich um 19 Uhr kamen wir an, bezogen kurz unsere Zimmer, bevor es auch schon leckeres Abendessen gab. Der heutige Abend endete bald, da wir am nächsten Tag schon früh los wollten, um die 1600 Höhenmeter zum Hohen Sonnblick zu bewältigen. So gab es dann um 6 Uhr morgens Frühstück und zusammen mit vielen anderen Tourengehern standen wir schon ganz bald vor dem in den Führern angekündigten steilen Waldstück. Ich hatte mir für dieses Wochenende Tourenski ausgeliehen, um zu testen, wie ich mit Pinbindung und leichten Skiern zurechtkommen würde. Und so konnte ich nicht wie gewohnt von meiner Fritschi Scout die Harscheisen nach unten klappen, sondern ich musste schon richtig Hand anlegen, um die separaten Eisen zu befestigen. Und die waren bitter nötig, denn die Aufstiegsspur war nicht nur steil, sondern auch sehr eisig. Es gestaltete sich aber als unschwer, die Dinger zu montieren und so ging es Kehre für Kehre bergauf. Ziemlich am Ende dieser ersten Steilstufe rutschte ein vor uns Gehender aus und stieß die Irmi aus unserer Gruppe um. Da es unmöglich war, an dieser steilen und eisigen Stelle Halt zu finden, sauste Irmi mehrere Meter die Piste hinunter. Uns allen blieb das Herz stehen, aber letztendlich konnte sie an einem Baum Halt finden. Tapfer zog sie die Ski wieder an, die ihr von allen Seiten gebracht wurden und marschierte erneut hoch. Weiter oben passierte einem weiteren Mitglied unserer Gruppe Ähnliches, allerdings ohne Fremdeinwirkung.

Wir erreichten dann bald das Naturfreundehaus Neubau, in dem wir kurz Rast machten. Die einen tapten die Blasenfüße, andere tranken etwas Warmes oder nutzten die Pause für Toilettengänge. So ging es auch gleich wieder weiter und nach weiteren zwei Stunden hatten wir die Rojacher Hütte erreicht. Diese war aber leider verschlossen und so mussten wir bei eisigem Wind hier eine kurze Brotzeitpause einlegen. Das ausgesuchte Fleckerl war aber äusserst ungemütlich und wir zogen bald wieder weiter. Es folgten in der nächsten Stunde noch einige schwierigere Stellen, an denen teilweise die Skier auch getragen werden mussten. Nach 5 Stunden erreichten wir aber die Wetterstation auf dem 3106 Metern hohen Sonnblick. Bei warmer Suppe, Tee und einer Radler ließen wir es uns gut gehen, bevor ich dann doch der Abfahrt entgegen fieberte.

Noch konnte ich mir nicht vorstellen, wie das mit der ungewohnten Bindung werden würde. Wie schon bei den letzten Touren hatte ich in diesem Winter nicht so große Probleme beim Abfahren. Und wie alle prophezeit hatten, die Bindung bereitete keinerlei Probleme beim Abfahren und ich konnte die Fahrt richtig genießen. Unten angekommen ging es in die Sauna, denn nach 1600 Höhenmetern brauchten die Beine Erholung und dann gab es auch schon leckere Spinatknödel als Abendessen. Weil unser Ehren-Trödeltruppenmitglied Kitty (bekannter Zoiglwirt aus Neuhaus!) selbstgebrautes Bier dabei hatte, verzogen wir uns kurzerhand in Elmars Zimmer, um die morgige Tour zu besprechen.

Die Männer wollten noch einmal eine längere Tour auf den Hochahrn machen, während wir Frauen uns für eine gemäßigte Tour zur Kolmkarspitze entschieden. Kitty beschloss für sich, dass er uns Frauen begleiten wolle. So endete dann auch dieser Abend bald, denn Frühjahrstouren starten bald. Um 22.30 Uhr lagen wir in den Betten und der Wecker klingelte schon wieder kurz nach 5 Uhr. Nun hieß es Zimmer räumen, frühstücken und dann ging es los zur letzten Tour der diesjährigen Skitourensaison. Aufgrund von Schneemangel mussten wir die Ski die ersten Meter am Rucksack befestigen. Danach ging es aber bei herrlichem Sonnenschein dem Gipfel entgegen. Nur eine kurze Steilstufe musste heute überwunden werden, den Rest konnten wir uns alle ausnahmslos entspannt in den „Flow“ marschieren. Oben angekommen ließen wir uns die Sonne auf den Pelz scheinen und wollten gar nicht mehr weg von hier. Wir konnten uns gar nicht satt sehen von dem überwältigenden Alpenpanorama.

Da wir aber die Männer nicht allzu lange warten lassen wollten, entschieden wir uns dann doch zur Abfahrt. Wiederum kam ich super zurecht mit Ski und Bindung und die Abfahrt war ein Traum. Wie erwartet waren die Männer von ihrer Tour schon zurück. Gemeinsam genossen wir noch die letzten Sonnenstrahlen bei Cappuccino und Strudel, bevor es wieder hieß, Abschied nehmen und die Heimfahrt antreten. Ohne größere Staus war ich dann um 21 Uhr zuhause und die Skitourensaison 2016/17 war zu Ende.

Fazit:
Für die nächste Saison werde ich mich endgültig von der Fritschi
Scout verabschieden und mir eine leichte Pinbindung zulegen.
Ob es die superleichte von Dynafit wird, weiß ich noch nicht. Als
Ski hätte ich mir den VTA 80 von Völkl ausgesucht.

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