Sabine im Trailfieber

RSC Halbmarathon Marktredwitz

Eigentlich wollte ich an diesem Wochenende an der 12 Gipfel Tour des DAV Selb teilnehmen. Man sagte mir aber, dass das wohl keine weise Entscheidung sei, 3 Wochen vor dem Zugspitztrail eine 60 km Wanderung zu unternehmen. Ein Wettkampf wäre jetzt nicht schlecht, so wurde mir geraten. Nach einer kurzen Recherche stieß ich tatsächlich auf den HM in Marktredwitz. Kurzerhand machte ich mich dann am Samstag Nachmittag auf den Weg, um bei dem relativ kleinen Starterfeld mit dabei zu sein. Tom erklärte sich dazu bereit, mich zu begleiten und auch den Fotografen zu spielen.

 

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Mein persönliches Laufziel war: Es sollte eine Zeit unter 1:50 werden!

Um das Ziel zu erreichen, musste ich pro Kilometer eine Zeit von 5:15 laufen. Und aus den Läufen zuvor wusste ich, dass das durchaus realisierbar war. Bei Kilometer 1 zeigte die Uhr 4:49 und das Tempo kam mir nicht zu schnell vor. So konnte ich bis Kilometer 8 locker um die 5 Minuten laufen, meine Beine fühlten sich gut an und mir war langsam klar, dass ich wohl unter 1:50 bleiben werde.  Die nächsten 3 Kilometer waren nun ein wenig langsamer, aber es waren auch ein paar Höhenmeter gut zu machen. Vor mir entdeckte ich nun einen Weidener Läufer, der mir beim Start sagte, dass er um die 1:45 laufen wolle. Mir ging es immer noch nicht schlecht und so lief ich locker weiter, immer schön hinter dem “Weidner” her.

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Bei Kilometer 13 rief mir ein Streckenposten zu, dass ich wohl die dritte Frau wäre und die vor mir nur eine Minute schneller wäre. Ein klein wenig legte ich nun zu, aber noch immer war mir das nicht wichtig. Ich wollte ja nur unter 1:50 bleiben 😉

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Bei Kilometer 14 traf ich wieder Tom und er rief mir energisch zu, dass ich die dritte Frau sei und dass ich die vor mir einholen müsste.

Puh – noch 7 Kilometer! Jetzt sollte dann doch der Kampf beginnen. Ich wusste nun auch, um wen es sich handeln musste und pirschte mich Meter um Meter heran. Bei Kilometer 19 meinten Passanten am Straßenrand, dass ich ja noch super fit aussehen würde 😉

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Diese Worte gaben mir noch einmal den nötigen Kick und ich beschleunigte. 500 Meter später hatte ich die Frau vor mir gepackt. Nun hieß es “durchhalten” und das 1500 Meter lang.

Das Ziel vor Augen gab ich noch einmal alles nichtsahnend, dass da noch eine Stadionrunde folgen würde. Aber jetzt konnte mich nichts mehr aufhalten.

Bei 1:44:06 blieb die Uhr stehen und ich hatte mehr als mein Ziel erreicht. Ich war nun sogar zweitschnellste Frau!

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