Sabine im Trailfieber

Rennrad Trans-Alp 2018 – Teil 2

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Auf der 4. Etappe kam der für mich schönste Pass der ganze Tour. Auf dem Weg von Alleghe nach Cavalese musste der Passo di Rolle mit 22,1 Kilometern passiert werden.

Aber bei einer immer gleichmäßig mäßigen Steigung von 6-8% konnte ich hier fast wie im Flow kurbeln und mich langsam aber stetig der Passhöhe annähern. Oben angekommen gab es wie auch schon die Tage davor Stärkung in Form von Espresso, Kuchen oder Schinken-Käse-Ciabattas.

Nach 106 Kilometern und 2234 Höhenmetern kamen wir unfallfrei nach guten 6 Stunden in Cavalese an. Endlich gab es heute auch die heißersehnte Pizza 😉

Etappen 5 und 6 warteten nicht mehr mit so vielen Höhenmetern auf und ich dachte schon an die „gmahte Wiesn“! So startete ich guter Dinge in die 5 Etappe, die über den Manghenpass Levico Terme führte. Es stellte sich heraus, dass gerade die zweiten 8 Kilometer des 16 Kilometer langen Passes sehr, sehr anstrengend waren. Ständige Steigungen von 9-10 % und keine Gelegenheit zum Verschnaufen lautete das Motto dieses Passes. Uiuiui, langsam merkten meine Beinchen dann doch die Belastung der letzten Tage. Nach Stärkung auf der Passhöhe ging es dann aber auch schon wieder hinab und auch wenn ich beim Bergabfahren die Langsamste war, so gewann ich doch mehr und mehr Sicherheit im Bergabfahren.

Levico Terme war das Etappenziel und heute kamen wir schon aufgrund der wenigen Kilometer am frühen Nachmittag im Hotel an. Die Männer nutzten die geschenkte Zeit für ein ausgiebiges Bad im Pool. Manu und ich zogen eine gepflegte Shoppingtour vor. Zu meiner großen Freude gab es auch heute wieder Pizza 😉

Die letzte Etappe führte über den Kaiserjägersteig nach Torbole.

Aufgrund seiner unregelmäßigen Steigungen verlangte der letzte Tag noch einmal, dass ich die Zähne zusammenbiss. Auch die Tatsache, dass ich es hier teilweise recht eng zuging, machten die Sache nicht einfacher. Aber Jammern hilft nix, ich kurbelte dennoch hoch zur Passhöhe und genoss aber trotzdem dazwischen die grandiose Aussicht nach Levico Terme. Der Weg nach Torbole führte dann meist auf guten Radwegen flach nach Torbole. Nach dreieinhalb Stunden kamen wir in Nato Torbole an.

Für das obligatorische Bild am Gardasee nahmen wir dann den Bus hinunter nach Torbole. Nach gemeinsamem letzten Abendessen in Torbole ließen wir heute den Abend in einer Lounge Bar direkt am Lago ausklingen. Ein Shuttlebus holte uns am nächsten Morgen direkt vom Hotel ab und zurück ging es nach Kaprun. Schon war der Transalp wieder Geschichte. Hatte ich zuhause noch gehofft, jede Etappe mitfahren zu können, bin ich jetzt hocherfreut, dass alles so gut geklappt hat. Das Einzige was nach diesen 6 Tagen immer noch weh tut, ist der Hintern 😉

Fazit: Als ich die Tourenbeschreibung bekam, hatte ich einen Riesenbammel vor diesem Abenteuer. Das verstärkte sich nach der Kennenlernrunde um hundert Prozent. Doch schon nach der ersten Etappe war klar, dass ich hier mit super coolen Leuten unterwegs bin. Es hat einen großen Spaß gemacht. Vielen Dank an Patricia und Jörg fürs Organisieren und danke an Manu, die mich niemals aus den Augen ließ 😉 Ich versuche, weiter an meinem Wumms zu arbeiten und vielleicht bin ich dann auch 2019 fit für die Pyrenäen!

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