Sabine im Trailfieber

München – Venedig Teil 2

Am Samstag, den 7. Juni 2014 (Pfingstsamstag) sollte es soweit sein. Teil 2 meiner München – Venedig Wanderung stand auf dem Programm. Für das Pfingstwochenende waren über 30 Grad vorher gesagt, für mich persönlich Traumbedingungen. Evi und Heike wollten mich 3 Tage lange begleiten auf dem E5 nach Venedig. Im letzten Jahr hatte ich zusammen mit Julian die Wanderung begonnen und den ersten Teil damals in Lenggries beendet. Somit ging es in diesem Jahr am Brauneck weiter. Opa hatte sich bereit erklärt, den Shuttledienst zu übernehmen und dabei selber einige E-Bike-Touren zu unternehmen.

Brauneck

So starteten wir unsere Reise am 7. Juni früh um 9 Uhr und Opa lieferte uns an der Brauneckbahn ab. Den Aufstieg sparten wir uns, da es nun ja schon Mittagszeit war und die Temperaturen bereits die 30 Grad Marke erreicht hatten. Oben angekommen war das Plateau voll von Stöckelschuhtouristen und auch eine chinesische Hochzeitsgesellschaft war zu entdecken. Nach knapp einer halben Stunde wurden es aber immer weniger Touris und man traf dann doch nur noch echte Wanderer an.

Brauneck Brauneck

Auch wir marschierten so dahin und kamen gut voran. Irgendwann wurde dann der Weg doch immer anstrengender, teilweise ausgesetzt und auch seilversichert. Wir wunderten uns schon ein wenig, dass in unserem Führer diese Etappe mit “leicht” angegeben wurde, denn wir mussten nun schon aufpassen, wo wir unsere Füße aufsetzten.

Brauneck Brauneck

Nach guten 3 Stunden kamen wir an der Tutzinger Hütte an (ich hätte ja gerne noch einen Abstecher auf die Benediktenwand unternommen) und stellten fest, dass sich das bewahrheitete, was der Wirt mir schon am Telefon sagte. Schlafen konnten wir nur noch auf der Eckbank. Doch diese Tatsache sollte uns nicht entmutigen. Wir stärkten uns mit einer kräftigen Brotzeit und ließen es uns in der Abendsonne und sozusagen zu Füßen der Benediktenwand richtig gut gehen.

Brauneck Brauneck

Ich sammelte auch noch den nötigen Hinweis für den MUC – VEN – Multi und als es dann doch etwas kühler wurde, zogen wir doch in die Gaststube um. Nun zogen wir auch einmal unseren Führer heraus und stellten fest, dass wir bei unserer heutigen Wanderung nicht den einfachen Weg gewählt hatten, sondern den Pfad über der Achselköpfe. Und dazu schreibt der Führer: “Nur für geübte und schwindelfreie Wanderer!”

Wir ließen uns das Hüttenbier gut schmecken und auch ein Schnapserl (den Namen hab ich leider vergessen) gehörte dazu. Gegen 11 Uhr bezogen wir dann unsere “Zimmer”. Der Wirt ermahnte uns noch, dass es vor 7 Uhr kein Frühstück geben würde. Nach einem ausgedehnten Frühstück verabschiedeten wir uns dann und zogen weiter Richtung Jachenau. Abschließend zu Tag 1: Sehr schöne Wanderung – Wirt der Tutzinger Hütte ist gewöhnungsbedürftig!

Am zweiten Tag ging es gleich einmal steil bergauf um dann später wieder steil bergab zu marschieren. Vieles verlief dabei in Waldstücken, so dass uns die Hitze nicht wirklich was anhaben konnte.

In Jachenau angekommen machten wir Rast im Gasthof Jachenau. Danach führte uns der Weg wieder leicht bergan und aufgrund meiner Geocacherei kamen wir zur Lainer Alm. In unserem Führer stand, dass man hier zwar rasten, aber nicht einkehren kann. Bei unserer Ankunft saß auf der kleinen Holzterrasse eine “Oma” und strickte Socken. Sie erzählte uns dann dass es während der Sommermonate hier schon kleine Brotzeiten gäbe. Wir begnügten uns mit einem Mineralwasser und unterhielten uns ein wenig mit der Almbäuerin.

Danach ging es ohne Unterbrechung weiter bis Vorderriss, wo Opa schon auf uns wartete. Nach 7 Stunden hatten wir unser heutiges Ziel erreicht und ein leckerer Latte Macchiato im dortigen Biergarten war das Mindeste, was wir uns verdient hatten.

Da Opa uns nun erzählte, dass der Alpspitz – Klettersteig, den wir für den nächsten Tag geplant hatten, noch nicht passierbar war, mussten wir umplanen. Und so entschieden wir uns, einfach die MUC – VEN – Wanderung fortzusetzen. Tag 2 übernachteten wir in Krün im Gasthof Schöttlkarspitz und hier aßen wir auch zu Abend. Schon um 7 Uhr ging es am nächsten Tag los, damit wir nicht zu sehr in der heißen Mittagshitze laufen mussten.

Brauneck Brauneck

Wir hatschten von Vorderriss nach Hinterriss, während Opa mit seinem Ebike zum kleinen Ahornboden radelte und den nötigen GC – Hinweis einsammelte. Nach 10 km Hatscherei sollte hier und heute Schluss sein. Wir beendeten in einem gemütlichen Kaffee, bei herrlichem Apfelkuchen und einem Latte die Wanderung. Opa brachte uns dann wohlbehalten am Pfingstmontag wieder nach Hause. Es war eine sehr schöne Wanderung mit zwei Freundinnen und es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass wir zusammen ein solches Abenteuer unternommen hatten. Die nächsten Etappen auf dem Weg nach Venedig werde ich aber Anfang August alleine unternehmen. Auch darauf freue ich mich, da ich so etwas noch nie gemacht habe und schon sehr gespannt auf die Erfahrung bin.

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