Sabine im Trailfieber

München Marathon 2015

Nachdem ich in meiner bisherigen Läuferkarriere erst 2 Marathons gelaufen bin, sollte es in diesem Jahr mal wieder bei einem Stadtmarathon an den Start gehen. Debüt war für mich der Köln Marathon 2009 mit einer Zeit von 4:12 und 2 Jahre später der Berlin Marathon in 3 Stunden und 52 Minuten. Beide Male hatte ich mich akribisch auf die Anforderungen eines Marathons vorbereitet.

Seit meinem letzten Marathon im Jahr 201o sind nun doch 5 Jahre vergangen und mittlerweile hatte sich mein Laufleidenschaft etwas Richtung Trailrunning und Berglauf verschoben. Kaum mehr absolviere ich Tempoläufe oder gar Intervalle. Dafür trainiere ich aber vermehrt längere Distanzen und auch Bergläufe sind ins Trainingsprogramm eingebaut. Allerdings arbeite ich auch nicht mehr nach einem bestimmten Plan, sondern eher nach Lust und Laune. Auch Rennradeinheiten ersetzten in diesem Sommer immer öfter die langen Läufe.

Nichtsdestotrotz war ich in der Saison 2015 bei 4 Ultraläufen am Start. Angefangen hatte es mit dem 50 Kilometerlauf in Rodgau, danach kam im Mai der UTLW. Im Juli war ich in der Schweiz beim Eiger Ultratrail und den Abschluss der “Ultrasaison” machte der Karwendelmarsch Ende August. So wollte ich es einfach einmal sehen, wie ich denn bei einem Straßenmarathon abschneiden würde ohne spezielles Training dafür.

Muenchen Marathon

3:45 setzte ich mir dabei als Ziel, ich wollte meine Bestzeit vom Berlinmarathon um 7 Minuten toppen. Am Start traf ich mich mit meiner Freundin Helga beim Pacemaker für 3:45. Der Startschuss fiel und ich ließ den Mann mit der Zeitfahne nicht mehr aus den Augen. Nach ca. 1 Kilometer, nachdem wir auch einigermaßen aus dem Gewühle des Starts raus waren, merkte ich, dass das nicht so wirklich meine Tempo war. So überholte ich den Pacemaker und lief ein wenig vorneweg. Bei Kilometer 12 ging es in den englischen Garten, mir ging es gut und trotzdem merkte ich bereits zu diesem Zeitpunkt, dass das ein harter Kampf werden würde. Die anstrengenden Läufe der vergangenen Wochen lagen in den Knochen und Muskeln. So musste ich zwar nicht Tempo rausnehmen, aber dennoch tat ich mich schwer. Von “Marathon genießen” war hier keine Spur, ich quälte mich von Kilometer zu Kilometer und ließ doch trotzdem nicht locker. Bei Kilometer 30 am Odeonsplatz überholte mich dann der Pacemaker und versuchte, dran zu bleiben. Puh – es war fast nicht möglich. Immer weiter entfernte sich die Fahne und blieb aber stets in Sichtweite. Im Olympiazentrum angekommen motivierte ein Sprecher, dass es nun nur noch 800 Meter wären und es nur noch bergab ginge. Ein Blick auf die Uhr …… Ich konnte es schaffen!!!

Dann kam das Marathontor, noch eine knappe Runde im Stadion und schon lief ich durchs Ziel! 3:45.06! Ich hatte mein Ziel erreicht.

Da es ziemlich kalt war, machte ich mich schnell noch auf zur Chipabgabe und schon ging es treppauf zur Kleiderausgabe. Dort wartete schon Tom auf mich und geradewegs marschierten wir zum Auto.

 

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