Sabine im Trailfieber

Mit dem Rennrad zur Challenge Heilbronn

Weil unsere Freundin Dagmar in diesem Jahr an dem Mitteldistanz Triathlon in Heilbronn teilnahm, ließen wir es uns nicht nehmen, sie zu begleiten. Tom entschied sich ebenfalls für die MD und ich wollte die olympische Distanz absolvieren. Aufgrund einer Sehnen-/Muskelverletzung konnte ich aber seit Wochen keine Läufe machen. Damit ich nun auch einen Trainingseffekt nach diesem Triathlonwochenende verbuchen kann, entschied ich mich, einfach mit dem Renner nach Heilbronn zu fahren.

So startete ich am Freitag Mittag und radelte bis Roth. Dort quartierte ich mich in einem gutbürgerlichen Gasthaus ein, aß sehr gut zu Abend (fränkischer Spargel!) und legte mich früh zu Bett. Am nächsten Tag musste ich bis 15 Uhr in Heilbronn sein und es waren 160 Kilometer zu strampeln. Die Streckenführung hatte ich auch nicht auswendig im Kopf und musste doch immer wieder auf mein Handy (kommot) schauen. Somit hatte ich wirklich keinerlei Puffer, musste stramm durchradeln. 15 Uhr war deshalb mein Ziel, weil es nur bis 16 Uhr Startunterlagen gab. Da ich ja für die OD angemeldet war, wollte ich es mir natürlich nicht entgehen lassen, mir den Hoodie zu holen, den es in Heilbronn die letzten Jahre immer gab. Von Roth weg kam ich durch wunderschöne Orte, so z.B. Ansbach oder Kirchberg. Nur leider konnte ich heute nicht anhalten, die Zeit drängte 😉

Pünktlich um 14:30 Uhr war ich dann tatsächlich in Heilbronn, Tom erwartete mich schon direkt am Hotel, wo es die Unterlagen gab. Mittlerweile hatten sich hier lange Schlangen gebildet, aber es half nichts, ich musste mich anstellen. Einmal in der Reihe stehend dauerte es aber nicht wirklich lange und man hielt sein Starterpaket schon in den Händen. 

Bald darauf kam auch Dagmar. Nachdem die beiden dann ihr Rad eingecheckt hatten, schauten wir auf der Maultaschenparty vorbei. Ehrlich gesagt kann man darauf aber auch verzichten. Wir stocherten nur ein wenig herum und nach dem Rennbriefing fuhren wir zu Dagmar und verdrückten noch eine Pizza. Die folgende Nacht wurde kurz, denn die beiden Athleten mussten früh raus, wollten sie doch vor dem Start ihre Räder und die Wechselzone überprüfen. Ich geleitete dann beide zum Schwimmstart und war ehrlich gesagt heilfroh, dass ich nicht starten musste. Das Wasser hatte gerade einmal 15 Grad und sogar Neoprenmützen hatten die meisten Starter hervorgezaubert.

Den Übergang vom Wasser aufs Rad sah ich mir dann noch an, bevor ich mich zurückzog und mir erst einmal ein vorzügliches Frühstück gönnte. Pünktlich zum Wechsel von Rad auf das Laufen war ich dann wieder zurück und konnte Tom gerade noch mit der Kamera einfangen. Die Laufstrecke war für jeden, der seine Athleten anfeuern wollte super, da 3 mal ein 7 Kilometer langer Parcours durchlaufen werden musste. Somit sah man seine Leute öfter und konnte pushen und Bilder machen. Tom ging es sehr gut beim Laufen und auch Dagmar konnte man die Strapazen kaum ansehen. Locker und konzentriert darauf, nicht zu überziehen spulte sie Kilometer für Kilometer ab.  Am Ende schaffte Tom die MD in 5:07 und auch Dagmar konnte mehr als eine Viertelstunde unter ihrem gesteckten Ziel von 7 Stunden bleiben.


Für mich war es ein sehr schönes Wochenende und ich glaube mich hat heuer das Radlfieber gepackt. Da demnächst Challenge Samorin ansteht und Tom meinen Staffelpart übernimmt, werde ich wohl überlegen, auch dahin mit dem Rad zu fahren.

Aufgerüstet mit weiteren Bikepacking Taschen von Apidura habe ich vorsichtshalber schon einmal 😉

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