Sabine im Trailfieber

Mein Debüt als Staffelradfahrer

Für den 19. Juni war mein allererster Einsatz bei einem Triathlon geplant. Wohlgemerkt nur als Radfahrer in einer Staffel. Wir hatten uns den Mitteldistanz Triathlon in Lauingen ausgesucht, sozusagen als Generalprobe für Roth. Für unsere Läuferin Helga, die noch immer Probleme mit dem Knie hatte, sprang kurzfristig Michl Hirmer ein.

Ich reiste schon am Vortag an, weil ich mir zum einen das allzu frühe Aufstehen ersparen wollte und zum anderen, weil ich die Zeit nutzen wollte, um die Strecken zu besichtigen und die Startunterlagen abzuholen. Die Anreise von 3 Stunden ging reibungslos und mit dem Hotel Kastanienhof hatte ich einen absoluten Glücksgriff gemacht. Ganz neu renovierte niedliche Zimmer und ein perfektes Frühstücksbuffet. Damit auch mein Rennrad nicht verloren ging, erlaubte mir der Chef des Hauses, mein Auto in seinem Innenhof abzustellen. Gegen 17 Uhr begab ich mich auf den Weg zum Rathaus (gerade einmal 300 Meter vom Hotel weg), um die Startunterlagen abzuholen. Hier machte man mir dann einen Strich durch die Rechnung. Die Dame wollte eine Unterschrift aller drei Staffelteilnehmer, sonst rückt sie nichts raus. Netterweise gab sie mir wenigstens meine Startnummer und die Aufkleber für Helm und Rad. Dadurch merkte ich aber wenigstens, dass ich mein Startnummernband zuhause vergessen hatte.

Staffeltriathlon Lauingen

Meinen beiden Staffelteilnehmern gab ich kurzerhand Bescheid, dass sie noch ein bisschen früher losfahren sollten, damit wir dann die Unterlagen am Morgen noch pünktlich abholen konnten. Wider Erwarten konnte ich in dieser Nacht gut schlafen und um 6:30 klingelte der Wecker. Ich schlüpfte in mein Raddress und machte mich auf den Weg zum Büffet 🙂 Noch während ich hier das Frühstück genoss, trudelten auch schon Matthias und Michl ein.

Gemeinsam machten wir uns nun auf den Weg zu den Startunterlagen und dieses Mal klappte alles tadellos. Bis 8 Uhr sollte man sein Rad eingecheckt haben und bis zum Auwaldsee waren es 20 Gehminuten. Ich fuhr schon einmal los, Check in verlief ohne Schwierigkeiten, aber als ich nach dem Radplatz für die Startnummer 490 suchte, stellte ich fest, dass bei 487 Ende war. Ich packte mein Radl, schob noch einmal zu den Verwantwortlichen und sie meinten, es wären noch so viele Anmeldungen gewesen, ich sollte mir einen Baum suchen 🙂 Während ich nach einem geeigneten „Wechselbaum“ suchte, kamen auch schon Michl und Matthias und wollten erst gar nicht glauben, dass wir einen Wechselbaum hatten. Wie sich aber zeigte, waren wir nicht die einzigen, denen es so erging. Matthias schlüpfte nun schön langsam in seinen Neo und Nervosität machte sich ein wenig breit. So hautnah bei einem Triathlon dabei zu sein, war schon etwas Besonderes. Michl und ich begleiteten Matthias dann zum See.

Der Startschuss fiel und los ging die Rangelei. Matthias hatte sich von Anfang an einen Platz eher am Rande ausgesucht, um nicht allzu viele Schläge abzubekommen. Es mussten 3 Runden geschwommen werden und dazwischen war jeweils ein kurzer Landgang. Nach sehr guten 42 Minuten konnte Matthias dann an mich übergeben. Schnell Transponder ans Bein und ab gings. Oh mein Gott! Meine größte Sorge war, dass ich die Cut off Zeit nicht schaffte. Ich musste einen 25er Schnitt fahren, um nicht aus der Wertung genommen zu werden. Aus den letzten Trainings wusste ich, dass es machbar ist, allerdings schwer werden würde. Die Strecke bestand aus einem flachen Pendelkurs à 10 Kilometer. Mir wurde vorher noch dringend geraten, den Aerolenker auch wirklich zu benutzen, weil man da noch ein wenig Tempo gut machen könnte. So beherzigte ich alle gut gemeinten Ratschläge und trat in die Pedale. Nach den ersten 10 Kilometern wagte ich einen Blick auf die Uhr und sah „29,8“! Boah – so schnell war ich ja noch nie. Rückwärts büßte ich aufgrund des Windes ein wenig Zeit ein, lag aber bei 20 km immer noch im 29 er Schnitt. Jetzt gab es für mich nur noch ein Ziel: Ich wollte den 29 er Schnitt halten, auch wenn die Beine noch so brannten.

Staffeltriathlon Lauingen

Nach 2 Runden setzte kurzzeitig der Regen und vor allem aber auch Seitenwind ein. Nichtsdestotrotz konnte ich aber die Zeit halten, hatte die Cut Off Zeit um 45 Minuten unterboten und das schönste Komplimente war die Tatsache, dass Michl als Schlussläufer noch nicht mit mir gerechnet hatte 🙂 Auch er hatte 4 Runden zu bewältigen und konnte eine Kilometerzeit von 4:35 souverän 20 Kilometer lang durchhalten.

Lauingen_11

Insgesamt wurden wir dann 6. Staffel. Sowohl Michl als auch Matthias hatten drittbeste Zeiten in ihrer Disziplin. Ich hatte auch eine gute Zeit, für mich sogar eine sehr gute Zeit. Unter den Staffelradfahrern war es dennoch die schlechteste Zeit 😉
Fazit: Ein wunderbares Debüt als Staffelradfahrer!

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