Sabine im Trailfieber

Mehrseillängentour in Arco

Schon lange war eine Mehrseillängentour am Wilden Kaiser geplant, ausgeschrieben als Gemeinschaftstour des DAV Karlsbad. Armin von den Tirschenreuther Kletterern erklärte sich bereit, dass er sich exklusiv um die Anfänger kümmern würde. Als Vorbereitung auf das alpine Klettern traf ich mich im Vorfeld mit ihm am Vogelfelsen, damit ich zumindest einen groben Überblick über Knotenkunde, Standplatzbau, etc. bekam. Das Pfingstwochenende wurde als Termin ausgesucht und in der Woche davor wurde schnell klar, dass am “Koasa” noch so viel Schnee lag, dass schon der Zustieg zu den Kletterfelsen eine gewisse Herausforderung gewesen wäre. Die Teilnehmer entschieden sich ganz schnell, dass Arco am Gardasee das neue Ziel sein sollte. Nun musste nur noch auf die Schnelle eine Unterkunft für 6 Personen her, doch Manuel hatte binnen weniger Minuten ein megatolles Domizil gefunden.

Bereits nachts um 2 Uhr fuhren Marco, Armin, Uwe und Kathi los, während Manuel und ich erst um 5 Uhr starteten. Wir ließen uns von Google leiten, kamen zwar dem Pfingststau auch nicht aus, waren aber dennoch nur eine Stunde später als die anderen in Arco. Da wir zwei Anfänger alleine keine Tour starten konnten und uns an den Sportkletterfelsen nicht wirklich auskannten, nutzten wir die Zeit für ausgiebiges Shoppen 😉

Nach dem Abendessen gab es noch den obligatorischen Theorieteil und danach wurde die Tour für den ersten Tag ausgesucht. Via Galliope sollte meine erste Mehrseillängenroute heißen.

Armin nahm Manuel und mich unter seine Fittiche und wir bildeten eine Dreierseilschaft. Armin stieg vor, ich hinterher und den Schluss bildete Manuel. 6 Seillängen waren zu absolvieren. Klettertechnisch war es fordernd, aber doch gut machbar. Anstrengend war die stete Konzentration darauf, welche Handgriffe als nächstes zu tun waren. Auch dass man auf die Seilkommandos achten musste, da der Seilpartner aufgrund der Länge der Abstände weder zu hören noch zu sehen war. Die Zeit verging wie im Flug und schon war das Ende der Tour erreicht. Unten angekommen gab es erst einmal ein kühles Bierchen, bevor es zum Essen ging. Und selbst auf dem Weg dorthin ließ Marco keine Gelegenheit aus, uns Anfängern die verschiedensten Techniken rund um das alpine Klettern zu erklären.

 

Für Tag 2 wurde die Route “Sabrina” ausgesucht. Ein wenig kürzer und auch geringfügig leichter sollte sie sein, so konnte ich dem Kletterführer entnehmen. Dieses Mal bildete ich mit Marco eine Zweierseilschaft, Armin und Manuel sowie Uwe und Kathi waren die beiden anderen Seilschaften. Es klappte auch heute wieder alles gut und ich hatte auch schon eine gewisse Sicherheit durch den Vortag gewonnen. Dennoch hatte ich schon einen Felsklettertag in den “Händen”. Kurzzeitig setzte heute Regen ein, doch glücklicherweise konnten wir die Tour fortsetzen und nach wenigen Minuten war der Schauer auch wieder vorbei. Mit einem stolzen Gefühl kam ich nach 5 Seillängen oben an und im Gänsemarsch marschierten wir alle hinter Armin her, der den Rückweg anführte. Was für Armin ein Spaziergang ist, ist für viele andere schon ein leichtes Laufen. So wurde dann schließlich der Fußmarsch noch ein genialer Trailrun 😉

Unten angekommen kühlten  wir unsere geschundenen Füße im Fluss Sarca ab. Manuel und ich entschieden uns für die Heimreise, während die anderen noch in Arco shoppen wollten.

Fazit:

  • Wunderschöne allererste Mehrseillängentour mit dem DAV Karlsbad.
  • Perfekte Führung durch die Guides Marco und Armin.
  • Geniale Unterkunftsauswahl durch Manuel.
  • Ich fühlte mich vom Anfang bis zum Ende gut aufgehoben, nicht nur am Kletterfelsen 😉

 

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