Sabine im Trailfieber

Kristalllauf Sondershausen

Bereits am Freitag machte ich mich zusammen mit Tom auf den Weg nach Nordhausen. Wolfgang S. von den Wernbergern hatte für alle eine Unterkunft im Motel Plus organisiert und als Treffpunkt war eine nahegelegene Pizzeria um 20 Uhr ausgemacht. So waren wir letztendlich 10 wackere Sportler, die sich den Herausforderungen eines solchen Laufs stellten. Es sollten 10,5 km sein, 700 Meter unter der Erdoberfläche in einem Salzbergwerk in Sondershausen. Wolfgang kannte als Einziger von uns allen die Besonderheiten dieses Laufs und berichtete uns ausführlich davon. Nichtsdestotrotz konnte ich mir nicht vorstellen, wie es tatsächlich sein würde. So trafen wir am Samstag pünktlich um 9 Uhr am Parkplatz des Salzbergwerks ein. P1080377 Nach Aushändigung der Startunterlagen wurden wir mittels Fahrstuhl in die Tiefe gefahren. War es draußen noch herbstlich kühl, so erwarteten uns hier gute 20 Grad. Trotz allem kam mir die Luft aber nicht stickig vor und auch das Licht war eher angenehm als unangenehm. Relativ entspannt schlenderte ich durch die Gänge und sah mir erst einmal alles an. Sogar eine Blaskapelle stimmte die Sportler auf die Veranstaltung ein. IMG_1274

Hier unten finden auch MTB – Rennen und richtige Marathons statt, es gibt einen Festsaal mit Bühne und Tribüne. Alles in allem mehr als eine interessante Location. Für die Sportler des heutigen Tages waren Bierbänke aufgestellt und so hatten wir “Wernberger” gleich mal eine ganze “Garnitur” für uns alleine. P1080394

Mitten unter den Läufern entdeckte ich plötzlich Sandra aus Plößberg, die in Sondershausen Bekannte besuchte und kurzerhand an diesem Lauf teilnehmen wollte. P1080403 P1080407Irgendwann war es dann soweit, wir gesellten uns zu den übrigen Startern, ziemlich vorne, so dass wir nicht allzu sehr dem Getümmel ausgesetzt waren 😉 Pünktlich um 11 Uhr gongte es und los ging es. Der Untergrund war aufgrund des Salzes durchwegs ziemlich rutschig, zudem ging es immer wieder bergauf und dann wieder bergab. Die Kurven waren ziemlich eng, die Gänge waren nicht immer gut ausgeleuchtet und je weiter man sich vom Start entfernte um so stickiger wurde die Luft. Da man auch dazu verpflichtet war, einen Helm zu tragen, lief ab Kilometer 2 der Schweiß unaufhaltsam. Es waren insgesamt 3 Runden à 3,5 Kilometer zu absolvieren und der anstrengendste Teil kam immer gegen Ende der Runde. Ungefähr 400 Meter mit einer 10%igen Steigung waren zu absolvieren, dazu schlechtes Licht und noch schlechtere Luft. Gottseidank hatte ich hier immer Läufer neben mir, die mit einer “Hirnbirn” ausgestattet waren 😉 Nach Runde 1 blickte ich kurz auf meine Uhr und konnte nur “19” lesen. “Ohje” – so dachte ich mir “wird ja sogar knapp, unter einer Stunde ins Ziel zu kommen!” Kurz nach Beginn von Runde 2 kam eine enge Rechtskurve, und ehe ich mich versah, rutschte ich auch schon weg. Man kann sich die Schmerzen einer normalen Schürfwunde ja vorstellen. Aber hier war der Untergrund “Salz” 😉  AUA! IMG_20141025_120619

Aber während eines Wettkampfes vergisst man das dann trotzdem ganz schnell, einfach weiterlaufen, so dachte ich mir und das Ding zu Ende bringen. Knapp unter einer Stunde konnte ich dann das Ziel passieren in einer Zeit von 59:27. Und bei einem leckeren Köstritzer Schwarzbier waren alle Anstrengungen vergessen 😉 P1080479 P1080485

Fazit: Dies war der härteste 10km – Lauf aller Zeiten.

Jeder Absolvent bekam als Anerkennung einen kleinen handgefertigten Pokal.

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Meine Platzierung:

kristalllauf

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