Sabine im Trailfieber

Hochfeiler 3510m (15.8. – 17.8.2014)

Bei meinem Hobby Geocaching hatte ich es mittlerweile auf 3999 Dosen gebracht. Es wurde also Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, welche Dose die 4000ste werden sollte. Da langfristig der Traumpfad MUC – VEN immer noch ansteht, bin ich dabei auf GC15EBD (Zillertals Höchster) gestoßen. Dabei muss der Hochfeiler bestiegen werden und 4 Hinweise führen letztendlich zum Final.
Kurzentschlossen machte ich mich zusammen mit Tom über das lange Wochenende des 15. August auf nach Stein, denn von hier aus sollte die Wanderung beginnen.
Auf dem Weg dahin machten wir noch am Brenner Halt, um beim Radlkiosk ein Trikot für mich er erstehen.
Der angegebene Parkplatz (3. Kehre) war bald gefunden und so machten wir uns auf den Weg zur Hochfeilerhütte. Kaum waren wir unterwegs, begann es auch schon zu regnen und wir mussten unsere Regensachen heraus holen.
Nach einer Stunde hörte der Regen auf, wir waren aber trotzdem fast bis zur Hüfte nass, da wir durch ziemlich hohes Gras marschieren mussten.
Nach weiteren 2 Stunden war die Hütte erreicht und unsere Klamotten bis dahin auch wieder trocken.
Wir bezogen unser Lager und ließen uns eine Speckknödelsuppe schmecken.
Der Abend wurde nicht lange, da wir tags darauf ziemlich bald aufbrechen wollten, das Wetter war nicht besonders gut vorher gesagt.
Um 7.30 Uhr wanderten wir los. Die ersten 80 Höhenmeter führten über einen kleinen Klettersteig, der aber locker ohne Ausrüstung zu bewältigen ist. Danach ist man auch schon auf dem Grat und wandert einfach Meter für Meter hinauf. Die Schwierigkeit heute bestand darin, dass es doch leicht geschneit hatte und die Steine alle angezuckert waren. Man musste folglich bei jedem Schritt aufpassen, dass man nicht wegrutschte.
Nach guten 2 Stunden hatten wir es bis 3350 Meter geschafft. Das Wetter war nun aber so schlecht, dass wir uns zur Umkehr entschieden. Andere Wanderer, die wir hier trafen, taten das Gleiche. Der Wind war hier eiskalt und es gab so gut wie keine Sicht. Und gerade die grandiose Aussicht ist es ja, die viele Wanderer auf den Gipfel des Hochfeiler treibt.
So trabten wir wieder Richtung Hochfeilerhütte und quartierten uns eine weitere Nacht hier ein.
Es begann für mich nun die Herausforderung, den ganzen Tag tatenlos auf der Hütte herum zu sitzen.
Ein wenig lesen, ein wenig Backgammon, ein wenig schlafen – irgendwann war Abendessenszeit und wir ließen uns ein Riesenschnitzel schmecken 😉
Anmerkung: Da freu ich mich schon auf meine MUC – VEN Wanderung, um endlich einmal zu erfahren und auch zu lernen, nichts zu tun und einfach nur “bled” zu schauen 😉
Für Sonntag war nun gutes Wetter angesagt und wir starteten um 7.20 Uhr.

Im Vergleich zum Vortag war es heute Meter für Meter eine traumhafte Wanderung bei bestem Wetter.

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Nach guten 2 Stunden standen wir am Gipfel und der gefürchtete letzte Teil über den Firngrat war überhaupt nicht schlimm. Die Steigeisen geben hier so guten Halt, dass man mühelos aufsteigen kann.

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Oben angekommen waren schon die ersten Gipfelstürmer da und wir schafften es tatsächlich nicht, ein “SOLO” – Gipfelkreuzbild zu machen.
Die Rundumsicht war himmlisch!!

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Wir ließen uns unsere leckeren Käsevollkornbrote schmecken und nach einer halben Stunde mussten wir uns schweren Herzens von hier oben verabschieden.

Zum Einen wurde es kalt und zum Anderen einfach auch zu voll, denn nun kamen immer mehr Wanderer hier oben an.
Beim Abstieg ließen wir wieder wie gestern die Steigeisen ziemlich lange dran, da wir uns somit viel leichter taten und nicht bei jedem Schritt über die Maßen hochkonzentriert sein mussten.

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Beim Zwischenplateau mussten wir eine Pause einlegen, da hier die Koordinaten des Steinmännchens zu bestimmen waren. Es folgte eine heiße “Minuten – Sekunden” Diskussion 😉 Letztendlich entschieden wir uns für die 3 – stellige Zahl, denn nur so kamen sinnvolle Finalkoordinaten heraus.

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Tom gab die Koords ein und los gings Richtung Final.
Und da war sie nun: Meine 4000 ste Dose 😉

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Als Belohnung gab es Cappuccino und Apfelstrudel und auf ging es zurück zum Auto.
Die Heimreise versüßten wir uns noch mit einem Halt bei Schanuks Lindl. Während Tom über die Ripperl herfiel, entschied ich mich für einen Salat mit Putenstreifen und Pfifferlingen. Geniale Entscheidung 😉
Bei der weiteren Heimreise übernahm nun ich das Steuer und bei Bob Dylan kam ich mir vor wie auf einem amerikanischen Highway. Die untergehende Sonne im Blick und mit 100 km/h auf der Autobahn dahinschleichend – traumhaft 😉
Schön war´s wieder einmal.

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