Sabine im Trailfieber

Eiger Ultratrail

Nach dem UTLW im Mai sollte es in diesem Jahr noch in die Schweiz gehen. Während ich mich in der ersten Jahreshälfte noch mit Hüftproblemen rumärgern musste, konnte ich seit Mai wieder einigermaßen konstant Trainingsläufe absolvieren. Den Eiger Ultratrail konnte ich wenig einschätzen und auch beim Rennbrieving am Vorabend bekamen wir nur wenig Informationen über die Strecke. Da ich aber in etwa Vergleiche zum UTLW zog, rechnete ich mir eine Zeit von unter 10 Stunden aus. So standen wir auch um 5:45 Uhr (Start wurde aufgrund von angesagten starken Gewittern eine Stunde vorverlegt) bei all denen, die eine Zeit unter 10 Stunden angegeben hatten.

Eiger Ultra Trail

Schon bald nach dem Start merkte ich jedoch, dass das ganz knapp werden würde. Immer wieder überholten mich Läufer, die eigentlich eine Viertelstunde nach mir gestartet waren. Ich wurde quasi nach hinten durchgereicht. So konnte ich ab jetzt die Verpflegungsstellen in Ruhe genießen, mich tüchtig stärken und die Schweizer Berglandschaft bewundern. Was mich noch antrieb, waren dann doch die aufkommenden schwarzen Wolken.

In Burglauenen angekommen, ließ ich mir die Beine ein wenig massieren, stärkte mich ein letztes Mal bevor es auf die Schlussetappe ging. 7 Kilometer waren noch zu absolvieren. Erschreckend musste ich hier allerdings feststellen, dass es die Einheimischen rein gar nicht interessierte, was hier gerade für ein Lauf stattfand. Ich lief durch Ortschaften und kaum jemand nahm überhaupt Notiz von mir. Da könnten sich die Schweizer ruhig einmal Nachhilfestunden von den Leuten vom Team Gamsbock in Kam geben lassen.

Eiger Ultra Trail Zieleinlauf

Ein Blick auf die Uhr zeigte mir nun aber, dass ich die 10 Stunden doch noch schaffen könnte und so mobilisierte ich alle noch vorhandenen Reserven. Geschafft habe ich es nicht mehr ganz, aber nur 2 Minuten lag ich am Ende über der 10 Stunden Marke.

Ausführlicher Streckenbericht von Tom

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