Sabine im Trailfieber

Challenge Heilbronn und mehr …

Olympische Distanz – Heilbronn
Nach meinem Triathlondebüt in Kallmünz ging es eine Woche später gleich auf die olympische Distanz nach Heilbronn. Dieser Wettkampf sollte ursprünglich eine Vorbereitungsveranstaltung für den 70.3 in Tonsberg werden. Aber auch wenn das Projekt Tonsberg gecancelt ist, so stand für mich doch fest, dass ich die OD in Heilbronn machen wollte. Und nachdem ich nun auch schon erleben durfte, wie sich das Brustschwimmen im Freiwasser so anfühlt, machte ich mir gar keinen großen Kopf. Kein Vergleich zu den Aufregungen noch vor einer Woche. Wir reisten ganz entspannt am Samstag an, checkten unsere Räder ein und schon ging es ab zur Maultaschenparty zusammen mit den Hardtseemafiosi. Hier bekam ich dann von Frank Horras gleich mal meine „Vereinskleidung“ in die Hand gedrückt. Kurze Pläuschen mit bekannten Gesichtern schlossen sich an, man fachsimpelte ein wenig, bevor es dann aber ziemlich bald ins Hotel ging. Für Tom begann der Sprung in den Neckar bereits um 7 Uhr, da er die Mitteldistanz absolvierte. Ich musste 2 Stunden länger warten, denn der Startschuss für die „Olympischen“ fiel erst um 9 Uhr. Das hatte allerdings den Vorteil, dass ich zuschauen konnte, wie es aussah, wenn man sich 1,9 km kraulend im Wasser fortbewegt 😉

Kurz vor meinem Start marschierte ich (natürlich wieder ohne NEO!) ans Ufer des Neckars. Ich gebe zu, dass ich mich hier ein wenig schämte unter all den Profis, die mich auch noch so mitleidig von der Seite ansahen. Aber da musste ich nun durch auf meinem Weg zum Finish einer olympischen Distanz. Der Schuss fiel und ich schwamm los. Um mich rum bald nur noch 2-3 weitere Brustschwimmer. Es ging 750 Meter zuerst gegen die Strömung und dann den selben Weg wieder zurück. Ich kann nicht sagen, dass mir das Schwimmen groß was ausmacht, aber ich war bald einsames Schlusslicht. Irgendwann überholten mich sogar die Schwimmer der nächsten Startgruppe, die 10 Minuten nach mir dran waren. Nach 50 Minuten erreichte ich den roten Teppich des Schwimmausstiegs und hier standen 2 nette Herren, die jedem Schwimmer aus dem Wasser halfen. Nun musste ich 500 Meter bis zur Wechselzone laufen. Auf diesem Weg gewöhnte ich mich langsam wieder an die Vertikale und 5 Minuten später auf dem Rad fühlte sich alles wieder ganz „normal“ an.

Ab ging es auf die 40 Kilometerlange Strecke, die zum einen sehr hügelig und zum anderen aber auch sehr verwinkelt war. Ging es nach Anstiegen wieder runter, konnte man es doch nicht laufen lassen, da dann eine 90 Grad Kurve oder eine Kreuzung folgten. Nichtsdestotrotz beendete ich nach 1h 30 min die Raddistanz. Logischerweise konnte ich hier schon circa 20 Plätze gut machen, aber wenn man als letzter aus dem Wasser steigt und in den anderen Disziplinen dann doch ein wenig was zustande bringt, ist das nicht weiter verwunderlich. Wieder in der Wechselzone angekommen, ging es ab in die Laufschuhe und meine Lieblingsdisziplin folgte. Bei ziemlicher Hitze konnte ich dennoch den Lauf genießen. Am Marktplatz wurde ich immer wieder von den Mafiosis angefeuert und sogar namentlich übers Mikrophon erwähnt. So etwas puscht natürlich ungemein (großer Dank hier an Frank Horras und Jürgen Scharf)! Nach guten 50 Minuten war der 10 Lauf zuende und somit auch meine allererste olympische Distanz nach 3 Stunden und 18 Minuten. Lustigerweise wurde es sogar der dritte Platz in AK 50.

Es hat megagroßen Spaß gemacht, vor allen Dingen weil das Laufen am Schluss noch so gut ging. Ich glaube, das Grinsen im Gesicht blieb 3 Tage eingemeißelt.

Auch Tom ging es dieses Mal auf seiner Mitteldistanz gut. Seine sonst auftauchenden Magenprobleme hatte er voll im Griff und konnte nach der schwierigen Radstrecke einen vulminanten Halbmarathon abliefern. Nach 5:14:46 stoppte für ihn die Zeit und auch er war mehr als zufrieden.

Halbmarathon Cham
Schon eine Woche später sollte sich ein Halbmarathon in Cham anschließen, da hier Oberpfalzmeisterschaften ausgetragen wurden. Zusammen mit den Wernberger Vereinskollegen konnten wir eine Damen – und auch eine Herrenmannschaft bilden. Ohne große Ambitionen machte ich mich nach dem Startschuss auf den Weg. Im Zuge meines Triathlontrainings hatte ich in den vergangenen Wochen kaum einen langen Lauf absolviert, da ich großen Wert auf die kurzen Koppeleinheiten legte. Umso überraschter war ich, als am Ende eine Zeit von 1:48:18 rauskam und ich sogar Erste der AK werden konnte. Auch mit der Mannschaft erreichten wir den Titel der Oberpfalzmeister.

Nach dem Laufen übernahm dann dankenswerter Weise unser „Laufscheff“ Wolfgang das Fahren meines Autos und ich fuhr den Weg zurück mit dem Rad. Zugegebenerweise war ich am Abend dann aber ziemlich kaputt, denn ich hatte nur eine Wasserflasche dabei bei 28 Grad, der Wind blies doch ziemlich heftig und zu allem Übermut stach mich auch noch eine Wespe.

Triathlon Eschenbach
Nun ging es wirklich Schlag auf Schlag. Schon wieder eine Woche später bat mich eine Freundin, ob ich nicht in der Staffel beim Triathlon in Eschenbach laufen wollte. Natürlich wollte ich das. Was sind denn schon 5 Kilometer, schoss es mir durch den Kopf. Aber ich musste recht bald feststellen, dass auch 5 Kilometer ziemlich weh tun können. Nach 23:46 war ich im Ziel was eine Kilometerzeit von 4:45 bedeutet. Leider konnte ich im Netz bis heute nicht herausfinden, welche Gesamtplatzierung am Ende für uns heraussprang 😉

Nach dem Lauf trat ich die Heimreise wieder mit dem Rad an, denn ich musste ja noch ein wenig Kilometer sammeln im Hinblick auf den bevorstehenden Staffelpart in Roth.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.