Sabine im Trailfieber

Arco: Rad- und Klettertraining

Noch immer stecke ich mitten in den Vorbereitungen für die Challenge in Roth. Um es genauer zu sagen, mitten im Radtraining. Pfingstferien standen vor der Tür und ich freute mich schon auf einige sehr intensive Radeinheiten. Hatte ich die kürzeren Distanzen jetzt schon immer fleißig trainiert, wollte ich die Zeit nutzen, um kräftig Kilometer zu rollen. Doch da war es nun das eiskalte Pfingstwochenende. Sogar für das MTB war es mir zu kalt und reine Laufeinheiten sind zwar gut, aber sie halfen mir jetzt wenig. Kurzentschlossen nahm ich das Angebot meiner hiesigen Sektion des Alpenvereins an und fuhr mit nach Arco. Während alle anderen sich nun hauptsächlich auf die schönen Kletterfelsen freuten, packte ich mein MTB ein und freute mich statt auf längere Radeinheiten nun auf eine gewisse Anzahl von Höhenmetern.

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Lago di Tenno
So fuhr ich frühmorgens zeitig los, um an diesem Tag noch eine Tour zu machen. Ich hatte mir den Lago di Tenno ausgesucht. In Arco angekommen, lud ich nur kurz die Sachen am Campingplatz ab und schon ging es los. Da ich orientierungsmäßig immer wieder meine Probleme habe, installierte ich zuhause die App komoot auf mein Handy und spielte mir auch die entsprechenden GPX Tracks darauf. Ich startete meine Tour in Arco, radelte von da nach Riva und von dort hoch zum Lago die Tenno. Für den ersten Tag zum sogenannten Einrollen war das eine wunderbare Ausfahrt mit knappen 40 Kilometern und 800 Höhenmetern. Bergab war ich trotz der sommerlichen Temperaturen froh, dass ich eine Jacke eingepackt hatte.

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Monte Velo
Am nächsten Tag wählte ich die Tour zum Monte Velo. In den einschlägigen Radführern wurde diese Fahrt als der Klassiker schlechthin bezeichnet. Zeitig machte ich mich auf den Weg. Meine Navigation führte mich zuerst nach Torbole und von da aus wieder Richtung Arco, bevor es mächtig bergauf zum Monte Velo ging. Sollte ich diese Tour noch einmal machen, dann werde ich die Karte vorher besser studieren, denn den Umweg über Torbole hätte ich mir sparen können. Nichtsdestotrotz kurbelte ich 13 Kilometer den Berg hoch, ganz nach meinem Geschmack. Obligatorisches Foto am Monte Velo und weiter ging nach Santa Barbara, der höchsten Stelle des heutigen Tages. Hier oben war es dann auch wieder mächtig kalt und ich packte mich für die kilometerlange Abfahrt richtig warm ein. Unten in Torbole angekommen gönnte ich mir nach den nicht zu unterschätzenden Höhenmetern (60 km – 1600 hm) eine Pizza und dann radelte ich auch schon wieder richtig Campingplatz. Für den nächsten Tag kündigte ich meinen Sektionsfreunden an, dass ich erst einmal am Vormittag mit klettern wollte. Der Donnerstag war dann aber leider so verregnet, dass man weder klettern noch Radfahren konnte. Kurzentschlossen fuhr ich mit dem Auto nach Trento, wo dann auch zufälligerweise Wochenmarkt war. So konnte ich an diesem Tag wenigstens kräftig Käse und Obst einkaufen.

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Steinwüste Dro
Freitag war der letzte Tag und so suchte ich nur noch eine kleinere Tour heraus. Es sollte über Dro zum Lago di Cavedine gehen. Während ich so aufwärts radelte, erkannte ich bald, dass ich hier meinen ersten Klettersteig vor 3 Jahren gemacht hatte – Via Ferrata Rio Sallagoni. Die Anstrengung hielt sich heute im Vergleich zum letzten Anstieg schon sehr in Grenzen, am Ende zeigte die Uhr 35 km und nur 500 Höhenmeter. Da ich aber ja noch eine weite Heimreise zu miestern hatte, war es dann trotzdem die richtige Wahl für diesen Tag.

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FAZIT:
Eigentlich wollte ich den Ferien Kilometer schrubben. Aber gegen das Wetter sind wir nun einmal alle machtlos. So erlebte ich dennoch ein paar nette Tage am Gardasee und ganz für die Katz waren die Höhenmeter bestimmt nicht!

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