Sabine im Trailfieber

Alpencross mit Papa vom 7.8. – 12.8.2016

Am Sonntag starteten wir um 8 Uhr und machten uns auf den Weg nach Krün. Bei meiner Patin durften wir den Tiguan in die Tiefgarage stellen und so mussten wir uns schon mal keine Gedanken um einen Parkplatz machen.

Hier bekamen wir dann auch noch Kaffee und Kuchen serviert, bevor wir gegen 14:30 Uhr unsere Bikes startklar machten. Pünktlich für den Alpencross wurde mein „handmade“ MTB von marlan bikes noch fertig gestellt, so dass ich nicht den Renner nehmen musste. Vorteil war eindeutig auch die Tatsache, dass ich am mountainbike Satteltaschen anbringen konnte. Papa hatte sein ebike und vorsichtshalber auch noch einen zweiten Akku eingepackt, man weiß ja nie, wie anstrengend so ein Alpencross mit Tochter werden könnte 😉

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Als Etappenziel für diesen ersten Tag haben wir uns Untermieming ausgesucht, so dass eine Strecke von ca. 50 Kilometer und 600 hm zu meistern war. Gerade richtig für Tag 1 zum Einrollen. Über Mittenwald ging es durch das Leutaschtal nach Telfs. Wir fuhren noch weiter bis Stams, weil laut Karte Untermieming nur ein Katzensprung davon entfernt war. Leider hatten wir uns hier nicht ordentlich genug vorbereitet und übersehen, dass das Dorf nur über eine steile Rampe zu erreichen war. Wir hätten schon vorher in Telfs abbiegen müssen, um von dort gemütlich nach Untermiening zu rollen. Glücklicherweise trafen wir eine ältere Frau mit ebike, der es nichts ausmachte, uns diese 5 Kilometer nach Untermieming zu begleiten. Es waren hier teilweise kurze Rampen von 20 % Steigung dabei und meine mittlerweile 2 ebike Begleiter vergaßen for lauter Ratschen, dass ich by fair means diese Steigungen zu bewältigen hatte. Sie fuhren zu und zu und zu ……. in aufrechter Sitzposition und seeeehr gemütlich.

Ich quälte mich hier wie sonst den ganzen Tag nicht.

Oben warteten sie dann doch und die nette Dame brachte uns dann noch noch direkt bis zu unserem Gasthof Neuwirt.

Wir bezogen unsere Zimmer, aßen in der Abendsonne unser Abendessen und bald waren wir auch schon im Bett verschwunden. Man weiß ja nie, was die weiteren Tage so bringen.

Tag 2 ging es weiter am Inn entlang, über den Reschenpass nach Nauders (Hotel Edelweiß). Der Reschenpass selber ist momentan für Radfahrer gesperrt, so dass wir den Martiniberg bezwingen mussten. Am Ende waren es 97 km und 1300 hm. Alles locker, alles gut. Das neue 29er Mtb fährt sich super, lediglich der Sattel wird wohl auszutauschen sein. Er ist schon ein wenig sehr hart. Papa ist an diesem Abend etwas müder als ich, so dass ich nach einer verdienten Pizza mein Belohnungsbier alleine trinken musste.

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Das dritte Etappenziel sollte die Spitze des Gampenpasses sein. Das Dorf „Unsere liebe Frau im Walde“ hatten wir uns ausgesucht und wir mussten 114 Kilometer und 1600hm zurücklegen. Erschwerend kam heute hinzu, dass es von Anfang an regnete. Die Fahrt führte hinunter zum Reschensee und dann immer die Via Claudia entlang bis nach Meran. In Meran mussten wir gleich nach der Brauerei Forst rechts abbiegen, das Dorf Lana passieren und dann kam auch schon bald der Gampenpass. Dieser ist 18 Kilometer lang mit einer durchschnittlichen Steigung von 8%. Zu schaffen machte mir hier weniger die Länge oder auch die Steigung des Passes. Der Sattel war es, der mir doch mächtig zusetzte. Immer wieder hielt ich an, um das Sitzfleisch zu massieren. Meinem Papa erging es nicht anders und hier fürchtete er nun zum ersten Mal um seinen Akku. Immer noch schüttete es wie aus Eimern und kurz vor Ende des Passes musste Papa dann tatsächlich Batterie wechseln. Nach 7h14min Fahrtzeit kamen wir dann im Gasthof zu Sonne an. Nach dem Abendessen gönnten wir uns heute ein Schnapserl 😉 Diese Lokalität war die einzige der ganzen Tour, die ich nicht weiterempfehlen würde. Zwar war die Wirtin sehr nett und trocknete über Nacht unsere nassen Klamotten. Ansonsten war das Haus sehr alt, es roch überall ziemlich übel und es machte keinen besonders sauberen Eindruck.

Tag 4 würde uns an das Ziel Gardasee führen. 50 Kilometer ging es vom Gampenpass hinunter, bis es endlich wieder hoch ging. Dann durfte ich aber 800 Höhenmeter am Stück strampeln, verteilt auf 15 Kilometer. Das Wetter meinte es heute wieder gut mit uns uns so konnten wir die letzten Kilometer bis zum Gardasee dann doch richtig genießen. Eine kurze Pause legten wir dann am Molvenosee ein und kamen aus dem Staunen nicht raus, wie schön dieser See sich hier präsentierte. Über den Ballinopass tasteten wir uns immer weiter vor, bis wir schließlich den Tennosee vor uns sahen. Ab jetzt nur noch Kilometer, das wussten wir, weil wir die Tour von Riva zum Tennosee im Frühjahr schon einmal gefahren sind. In Riva angekommen, war hier natürlich ordentlich was los. So wurschtelten wir uns durch den Verkehr, denn unser Hotel war in Torbole. Vor Ort mussten wir dann feststellen, dass unser Hotel in Nago Torbole war, das hieß also noch einmal die gewaltige Rampe nach Nago hochstrampeln 😉 Am Ende waren es wieder 115 Kilometer und ca. 1500 Höhenmeter

Um 20 Uhr saßen wir dann beim Mexikaner an der Ecke mit einem riesigen Burger vor uns und einem Corona 😉

Tag 5 ruhte sich Papa aus und ich hatte mir zuhause schon die Tour durch die Sarcaschlucht aufs Handy geladen. Auf dem Radweg bis Arco ging es dann über den wunderschönen Radweg durch die Saraschlucht wieder nach Ponte Arche und den Ballinopass zurück nach Tenno und Riva. In Torbole angekommen kehrte ich bei meinem Lieblingsitaliener ein und verputzte eine Pizza. Der Ober genehmigte mir sogar, dass ich mein Radl am Tisch anlehnen durfte, hatte ich doch das Schloss im Hotel vergessen.

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So gingen dann auch die 5 Tage Alpencross zu Ende. 420 Kilometer und 6000 Höhenmeter hatte ich in den Beinen. Es war aber trotzdem zu keiner Zeit so richtig anstrengend und den Beinen ging es entsprechend gut. Vom Hintern reden wir jetzt einmal nicht 😉

Am Freitag früh um 8 wurden wir vom Bike Shuttle abgeholt, der uns zurück nach Krün brachte. Die Heimfahrt mit den Auto verlief dann nicht ganz so reibungslos. Ständige Stau und stockender Verkehr machten uns schwer zu schaffen. Abends um 18 Uhr waren wir dann aber daheim.

FAZIT:
Schöne Strecke, aber gemacht für Rennrad.

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